Schmuck aus Bernstein
Bernstein ist ein Naturprodukt, das vor allem im baltischen Raum vorkommt und dessen Hauptverarbeitungsgebiet in der Schmuckindustrie liegt. Um vor Fälschungen sicher zu sein, sollte man einige grundlegende Eigenschaften kennen.Obwohl es der Name suggeriert handelt es sich bei
Bernstein nicht um einen Stein im herkömmlichen Sinn. Vielmehr ist es ein gealtertes pflanzliches Nebenprodukt, aus dem der bekannte
Bernsteinschmuck hergestellt wird. Doch wie genau entsteht es eigentlich? Bäume verwenden bei Verletzungen ein klebriges und zähflüssiges Harz zum Wundverschluss. Im Laufe der Zeit oxidiert diese zähe Masse und erhärtet dadurch. Nach ca. 1000 Jahren entsteht so Kopal. Nach weiteren Millionen Jahren entsteht Bernstein. Zwar ist es gehärtet, allerdings ist es im Vergleich zu anderen Schmucksteinen mit nur ca. 6 Rockwell extrem weich. Heute wird daraus vor allem Schmuck hergestellt. So werden z.B. verschiedene Steine geschliffen, poliert und als
Bernsteinkette verkauft.
Gerade wenn die Schmuckstücke ohne Silber verarbeitet sind, kann man ganz einfach die Echtheit seiner Stücke prüfen. Bernstein schwimmt nämlich im Gegensatz zu Nachahmungen aus Kunststoff auf Salzwasser. Weiterhin verbreitet es einen würzigen Geruch, wenn man daran mit einem Wolltuch reibt. Nachahmungen werden vor allem im Bereich der
Bernsteininklusen gerne und häufig verkauft. Dabei wird ein kleines Loch in den Stein gebohrt, ein Insekt implantiert und mit flüssigem Bernstein versiegelt. Erkennen kann man eine Solche Fälschung wenn man es gegen das Licht hält und den feinen Kanal erkennt oder wenn man besonders viele Luftblasen um das eingeschlossene Objekt bemerkt. Häufig sind die Insekten dann auch in einer unnatürlichen Lage positioniert.
Beim Kauf sollte man daher direkt darauf achten, nur dort zu kaufen, wo man die Echtheit des Steines garantiert oder auch zertifiziert bekommt. So erspart man sich häufig viel Ärger und Enttäuschungen.