Der Bau der Berliner Mauer jährt sich im August zum 50. Mal. Was ist noch vorhanden und was sagt uns der Mauerbau heute ? Was hat sich in der Stadt nach dem Fall des Ungetüms verändert ? Welche Auffassungen und Verhaltensweisen haben die Mauer überdauert ? Eine Erkundungsreise durch das ehemals geteilte Berlin.
Bald wird der 50. Jahrestag des Bauwerks begangen, das Berlin in zwei Hälften teilte. In Berlin begeben sich Menschen aus aller Welt auf Spurensuche - oftmals bleiben dabei die Hintergründe im Dunkeln. Der Hintergrund des Baus der Mauer - zwei feindliche Systeme in einer Stadt, teilweise in einer Straße, bleiben verborgen, so auch die Einzelschicksale der Menschen im Kalten Krieg. Mauer war eben nicht nur Gefangenenaustausch an der Glienicker Brücke oder Flucht im Ballon, sondern auch Alltag des Kalten Krieges in der Stadt Berlin : zog der Kalte Krieg an, wurden die Grenzkontrollen schärfer, die Propaganda aggressiver, die Möglichkeiten der Ost-West-Begegnungen schwieriger. Im Allta der Menschen im Osten spielten alltägliche Einschränkungen oftmals eine größere Rolle als die fehlenden Reisemöglichkeiten. Im Westen verzweifelten Menschen daran, dass man die Mitglieder der Familie im anderen Teil der Stadt nicht sehen konnte. Und in den 1970er Jahren entstand mitten in der Gesellschaft eine "zweite Mauer" : der Zwangsumtausch der DDR hielt viele Menschen davon ab, in den Osten zu reisen, in der DDR war es immer mehr Bürgern verboten, Kontakte mit "West-Menschen" zu pflegen.
Die Berliner Agentur "Berlin kompakt" möchte in ihren Stadtführungen auf das Schicksal der Menschen in der geteilten Stadt hinweisen, jenseits von Kennedy, James Bond und den spektakulären Maueropfern. Auf der Führung läßt sich erahnen und erlaufen, was die Mauer den Berlinern bedeutete.
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