Ein Gesicht für Menschenrechte im Iran, Berlin
Deutschland erwacht. Der träg gewordenen teutsche Michel, der sich's in seiner warmen Stube vor dem Fernseher hat gut gehen lassen, fühlt sich gelangweilt von Sex and Crime und Knabbereien und geht wieder auf die Straßen. Anti-Atom-Demo, Für-und-wider-Stuttgart 21, gerade mal kein Milch-Bauern Protest, aber es gibt schon einiges zu tun. Auch die Menschenrechte sind ein Thema. Am 30. Oktober 2010 mischten sich mehrere Menschenrechtsaktivisten aus ganz Deutschland unter die Touristen am Brandenburger Tor, informierten über die Menschenrechtslage im Iran, der Besonderheit und Relevanz der schlechten Menschenrechtslage im Iran, den geschickten Lügen, Verdrehungen und falschen Fährten der Regimevertreter aus Teheran und baten die Passanten um ein Solidaritätsfoto.
Ein Gesicht für Menschenrechte im Iran wurde erstmals im Juli 2009 nach der brutalen Niederschlagung der Proteste gegen die Wahlfälschungen in den Niederlanden durchgeführt. Vertreter des Internationalen Komitees für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran sammelten erstmals Bilder zusammen mit Amnesty International in Venlo und stellten sie ins Netz als Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung im Iran. Seither gab es in ganz Europa Aktionen, die bereits weit über Tausend Fotos gebracht haben.
Die nächste Aktion findet am 13. November statt und ist global. In Frankfurt, Alte Oper findet die Hauptaktion von 13:00 bis 17:00 Uhr statt. Weitere Städte haben sich angeschlossen. So führt die Solidaritätsgruppe mit den Trauernden Müttern vom Laleh Park in Siena, Florenz, Hamburg, Köln und Oslo die Aktion selbst durch, United4Iran in München und das Internationale Komitee für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran geht in Kopenhagen, Stockholm und London auf die Straße. In Frankfurt führen Amnesty International, Bezirk Frankfurt, die Solidaritätsgruppe mit den Trauernden Müttern vom Laleh Park und das Internationale Komitee für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran die Aktion gemeinsam durch.
Helmut N. Gabel,
www.mehriran.de