Das Beratungsgespräch ist der erste Schritt vor der operativen Korrektur eines Sehfehlers. Die Beratung ist insofern wichtig, als die Patienten hier über das Operationsverfahren, den Operationsverlauf und die Pflege die Augen nach der Laserbehandlung aufgeklärt werden. Während des Beratungsgesprächs wird zudem untersucht, ob der Patient für eine
Augenlaser-Operation generell infrage kommt. Obwohl die
Augenlaser-OP bei den meisten Menschen mit Sehfehlern gute Ergebnisse liefert, ist nicht jeder für die Behandlung geeignet. Die Gründe hierfür sind vielfältig und könnten zu einem erhöhten Risiko während der
Augenlaseroperation führen oder bewirken, dass die Behandlung keine Ergebnisse zeigt.
Während der
Augenlaser-Beratung werden verschiedene Tests vorgenommen, mit deren Hilfe geprüft wird, ob die betreffende Person für eine Augenlaser-OP infrage kommt. Diese Untersuchungen werden von einem Optiker durchgeführt, der zunächst die gegenwärtige Brillenstärke überprüft. Desweiteren wird mit einer Autorefraktion der Weg des Lichts durch das Auge ermittelt. Mit einem
Pentacam-Test wird die Hornhautoberfläche vermessen und über Wellenfront die Unregelmäßigkeiten im Auge entdeckt. Zum Beratungsgespräch gehören weiterhin ein gewöhnlicher Sehtest, bei dem - mit und ohne Brille - Buchstaben an einer Wand gelesen werden müssen sowie eine Reihe von Tests, die alle dazu dienen, die Augenlaser-Operation genau an den Bedürfnissen des Patienten auszurichten. Da viele der Tests auch vor der Verschreibung von Brillen oder Kontaktlinsen abgehalten werden, sind die Patienten mit ihnen bereits vertraut.
Ist der Patient basierend auf den Untersuchungsergebnissen für eine Augenlaser-Operation geeignet, weiß er bereits alles über den Vorgang und die Erfolgschancen. Nun können präzise Fragen gestellt werden, die sich direkt auf die Operation beziehen, etwa ob man Schmerzen spürt. In der Regel ist dies nicht der Fall. Manche Patienten berichten jedoch über ein leichtes Unbehagen. Während der Augenlaser-Operation können beide Augen gleichzeitig behandelt werden. Auch Fragen bezüglich der Bezahlungsmethode können vom Optiker beantwortet werden.
Ebenso wird die Pflege der Augen nach der Operation angesprochen. Zum Schutz der empfindlichen Augen muss in der Regel nach der
Augenlaserbehandlung tagsüber eine Sonnenbrille getragen werden und nachts eine Schutzbrille. Nachdem der Optiker dem Patienten alle nötigen Informationen vermittelt hat, besteht die Möglichkeit, vor der Vereinbarung des Operationstermins, weitere Fragen zu stellen.
Karoline Spiessl