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Bekannte Motorradmarken und Motorradhersteller im Vergleich

Autor: plopper | Erstellt am: 05.06.2010 | Gelesen: 5069
Kategorie: Auto - Motor & Verkehr | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Die absatzstärksten Motorradhersteller der Welt und ihre Marken

Übersicht der bekanntesten Motorradhersteller
Übersicht der bekanntesten Motorradhersteller
In jedem Jahr zu Beginn der Motorradsaison, warten die bekannten Motorradmarken mit Spannung auf die aktuellen Absatzzahlen ihrer Branche. Auf den ersten drei Plätzen liegen die drei Motorradmarken Honda (17% Marktanteil), BMW (ebenfalls knapp 17%) und Suzuki (15,5% aller verkauften Motorräder). Auf den Plätzen vier und fünf folgen zwei weitere japanische Motorradhersteller, Kawasaki und Yamaha, die Marktanteile dieser beiden Unternehmen betragen aktuell 11,5 beziehungsweise 11 Prozent. Bereits auf Platz sechs finden sich die Klassiker aus dem Hause Harley-Davidson, immerhin noch mit einem respektablen Marktanteil von etwas über acht Prozent. Die Plätze sieben bis zehn liegen in Bezug auf die Absatzzahlen erwartungsgemäß eng zusammen. KTM erreicht hierbei einen Marktanteil von knapp 5%, dicht gefolgt von der britischen Motorrad-Schmiede Triumph. Die für ihre durchschlagenden Erfolge im Rennsport und ihre zahlreichen Supersportler-Modelle bekannten italienischen Edelmarken Ducati und Aprilia tun sich erwartungsgemäß auf dem Massenmarkt für Motorräder etwas schwerer, dennoch reicht es immerhin noch für zwei Platzierungen in den Top Ten: Ducati (3,3% Marktanteil) liegt in puncto Absatzzahlen ein gutes Stück vor Aprilia (2% aller verkauften Maschinen).

Honda - Marktführer aus Japan

Das japanische Unternehmen Honda, der Marktführer unter den Motorradmarken, ist gleichzeitig auch der mit Abstand am breitesten aufgestellte Motorradhersteller der Welt. Neben einer umfangreichen Palette erfolgreicher Motorradmodell baut der Konzern seit Jahrzehnten aber auch Automobile, Motorgeräte und Außenbordmotoren von Weltruf. Auf dem Feld der Motorräder liegt der Schwerpunkt des Honda-Konzerns ganz klar auf Sporttourern, Reiseenduros, Choppern, Cruisern und Tourern. Unter den Tourer-Motorrädern macht seit der Markteinführung im Jahre 1975 vor allem das Modell Honda Gold Wing, eine schwere Reisemaschine, von sich reden. Aber auch bei sehr jungen Leuten, Fahranfängern und eiligen Großstädtern ist Honda gut aufgestellt, denn Honda hat traditionell eine Vielzahl von Motorrollern und Leichtkrafträdern im Angebot.

BMW - Fahrfreude aus Deutschland

Bereits fünf Jahre nach der Gründung des Unternehmens BMW lief im Jahre 1923 das erste BMW-Motorrad vom Band. Erst seit dem Jahre 1928 stellt die Bayerische Motoren Werke AG tatsächlich auch Automobile her, das Unternehmen war also tatsächlich zuerst ein Motorradhersteller bevor es auch zu einem bedeutenden Autohersteller wurde. Das Produktportfolio von BMW lässt sich in vier große Gruppen von Motorrädern unterteilen, die kleinen und mittleren Einsteigermodelle tragen die Baureihen-Bezeichnungen F650 und F800, großvolumige Maschinen aus dem Hause BMW gehören meist der Baureihe K oder der Baureihe R an und gehören damit zu den Klassen Tourer, Sporttourer bzw. Supersporttourer. Großer Beliebtheit bei Motorradkäufern im In- und Ausland erfreuen sich insbesondere die Topmodelle der K-Baureihe, die BMW K 1200 S und die BMW K 1300 S.

Suzuki - Vielseitigkeit ist Trumpf

Die Motorrad-Produktpalette des zweitgrößten japanischen Herstellers, der Suzuki Motor Corporation, ist so breit aufgestellt wie bei keinem anderen Hersteller. Trotz dieser Modellvielfalt werden alle Motorräder aus dem Hause Suzuki auch tatsächlich unter dem Markennamen Suzuki vertrieben. Die Spanne an unterschiedlichen Motorrad-Produkten ist beeindruckend und reicht von einzylindrigen Motocross-Viertaktern über klassische V2-Cruiser bis hin zu zahlreichen Sporttourern und Superbikes. Das bekannteste, wenn auch sicher nicht das meist verkaufte, Suzuki-Motorrad trägt den Namen "Suzuki Hayabusa 1300" und knackte als erstes Serien-Motorrad die magische Marke von 300 km/h.

Kawasaki - in Deutschland vor allem als Motorradmarke bekannt

Während der japanische Großkonzern in seinem Heimatland in einer erstaunlichen Vielzahl von Branchen fest etabliert ist, kennt man ihn in Deutschland vor allem als Konstrukteur von Motorrädern. Seit dem Jahre 1961 ist Kawasaki in der Serienproduktion von Motorrädern tätig, gehört also eher zu den "Spätstartern" in der Branche. Bekannt ist Kawasaki vor allem für seine kraftvollen Superbikes, denen man die Vorbilder und direkte Inspiration aus dem Motorrad-Rennsport unbedingt ansieht. Seit dem Jahre 2004 ist hier beispielsweise das Modell Kawasaki Ninja ZX-10R erfolgreich im Markt vertreten.

Yamaha - von flotten Scootern bis zu vierrädrigen Offroad-Vehikeln

Obwohl aus Japan tatsächlich vier der zehn bedeutendsten Motorradmarken stammen, sind diese Marken immer Bestandteil eines großen und finanzkräftigen Großkonzerns. Auf diese Weise konnten sich alle japanischen Motorradhersteller ihre finanzielle Unabhängigkeit bewahren. Dies ist auch beim japanischen Mischkonzern Yamaha nicht anders: Die Produktpalette im Motorrad-Bereich ist gigantisch und reicht von Scootern und Leichtkrafträdern über Enduros und Cruiser bis hin zu ultrasportlichen Bikes. Eine Sonderstellung im Unternehmen nimmt allerdings die Quad- und ATV-Abteilung ein.

Harley-Davidson - Bikes und Finanzierungen

Die absolut legendäre US-Motorradmarke hat ein zweites Konzern-Standbein, das eher ungewöhnlich ist: Neben der Produktion von Choppern und Cruisern von Weltruf ist das Unternehmen auch sehr aktiv in der Finanzbranche um seinen Kunden und den Mitgliedern des Harley-Davidson-Händlernetzes attraktive Finanzierungslösungen anbieten zu können.

KTM - Österreichische Geländemaschinen von Weltruf

In dieser exklusiven Liste weltweit bedeutender Motorradmarken darf natürlich auch das österreichische Unternehmen KTM Power Sports AG natürlich nicht fehlen. Motorrad-Fans ist das Unternehmen wohl vor allem als Herstellter von Offroad-Modellen ein fester Begriff, seit kurzer Zeit verschiebt sich der Produktionsschwerpunkt allerdings wieder in Richtung sehr sportlicher Straßenmotorräder.

Triumph - Totgesagte leben länger

Dieses Sprichwort trifft auf die britische Motorradmarke Triumph wohl mehr zu als auf alle anderen Motorradhersteller. Mehrfach am Rande der Insolvenz, einmal auch darüber hinweg, gelang eine Wiedergeburt der legendären Marke. Seit dem Jahre 1984 ist Triumph wieder am Markt präsent und konnte vor allem mit kraftvollen Reise-Enduros (Tiger) und traditionellen Naked-Bikes (Thunderbird) überzeugen.

Ducati - Rennsportpower pur

Der seit dem Jahre 1928 in Bologna (Italien) ansässige Motorradhersteller Ducati ist traditionell eine der Mächte im Motorrad-Rennsport. Dementsprechend machten zuletzt vor allem die Superbike-Modelle des Unternehmens bei Kunden und Fans von sich reden: Sowohl die Ducati 999 als auch ihre kräftigeren Nachfolger-Modelle Ducati 1098 und Ducati 1198 fanden begeisterte Käufer und erhielten gute Kritiken von Motorradexperten.

Aprilia - von Offroad-Maschinen bis zu Straßen-WM-Siegern

Seit Ende des Jahres 2004 gehört der italienische Traditionskonzern Aprilia, zusammen mit den ehemaligen Mitbewerbern Moto Guzzi und Laverda, zur Piaggio-Gruppe. Nach einer Durststrecke von einigen Jahren stieg das Unternehmen mit dem Supersportler-Modell RSV4, sehr zur Freude von Fans und Motorrad-Käufern, auch wieder in den Spitzenbereich des Motorrad-Sports ein.
 
 
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