Vincent van Gogh
Unter einem Gemälde versteht man heute in künstlerischer Hinsicht ein auf Papier, Leinwand oder ähnlichem Untergrund angefertigtes Bild. Bis ins frühe 16. Jahrhundert umfasste der Begriff "Gemälde" allgemein malerische Aufzeichnungen z. B. auch die Bildnisse auf Münzen und Kupferstichen. Mit der Ölmalerei, die sich schnell im 15. und 16. Jahrhundert ausbreitete und allgemeinen Anklang fand, wurde der Inbegriff eines Gemäldes verfeinert und man verstand darunter ein Bild, welches mit den Techniken des Malers zu einem besonderen Werk geschaffen wurde. So wurde das Gemälde mit einem Kunstwerk gleichgesetzt, einem Unikat.
Besondere Charaktereigenschaft eines Gemäldes ist die vorab Vermischung von Farben, bevor diese auf der Leinwand oder dem Papier aufgebracht werden. Hierdurch entstehen einzigartige Farben und Nuancen, so wie vom Künstler gewollt.
Drei Hauptmerkmale machen hier die malerischen Techniken aus:
- den oftmals mit Kreide grundierte Bildträgern, die so die Farbe besser aufnehmen
- den verwendeten Farbstoff
- ein Bindemittel, wie z. B. Terpentinöl, welches die Farben dauerhaft in das Gemälde "einschließt"
Der Begriff Gemälde wird also hauptsächlich in Hinblick auf die Malerei verwendet. Jedoch hat sich auch hier gerade im 19. Jahrhundert eine Revolution ereignet. Es wurde auf synthetische und somit preiswertere Farben zugegriffen und die Bildträger fanden einen industriellen Abnahmemarkt. Das Handwerk, das bis dahin Vorrang hat, wurde mehr und mehr abgelöst durch die sogenannte Auftragsmalerei. Das heißt, dass mit Hilfe von Fotovorlagen Gemälde gemalt wurden.
Bekannte Künstler sind z. B. Vincent Van Gogh und sein Gemälde "Das Nachtcafe",
August Macke und sein Gemälde "Frau in grüner Jacke", Paul Gouguin, der Impressionist, und sein Gemälde "Akt mit Melone", Gustav Klimt und sein Gemälde von "Adele Bloch Bauer", "Die Drei Grazien" von Peter Paul Rubens und natürlich "Die Erschaffung Adams" von Michelangelo oder die "Mona Lisa" von Leonardo Da Vinci, welches zu den bekanntesten Gemälden der Welt zählt. Auch die Maler Monet und Renoir sind hier zu nennen. Besonders beliebte Gemäldemotive sind Blumenstilleben, Abstrakte, moderne Werke, Landschaftsbilder, Wasserpanoramen, Portraits von Personen, Tierportraits und noch mehr.
Das weitere Besondere an Gemälden ist, dass sich ihr Preis nicht bestimmen lässt. Der Kunstmarkt ist ein Markt, der von Angebot und Nachfrage sehr abhängig ist. Das heißt, dass die Preise nicht den Gegenwert des Kunstwerkes wiedergeben, sondern durch Liebhaber und Spekulationen ermittelt wird. Die teuersten Gemälde finden sich heute oftmals im Museumsbesitz wieder, wo sie der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Isabel Maier