Abend für Abend, Woche für Woche beäugt man kritisch seine körperlichen Schwachpunkte. Dünne Beine, abnehmender Bizeps, zunehmender Bauchspeck – das stimmt einen nicht gerade selbstbewusst. Auch der Versuch, mit durchgedrückten Knien, die Hände zum Boden zu führen, endet mit einem Lachkrampf. Die Fingerspitzen scheinen noch Kilometer von dem angestrebten Ziel entfernt. Weitere Gelenkigkeits-Übungen enden im Desaster. Nur der Griff zur TV-Fernbedienung klappt ohne Probleme, da funktioniert der Körper wie geschmiert.
Alles Übung – ist doch sonnenklar. Diesen Griff hat man sich selber beigebracht und perfektioniert. Um aber auch noch ganz andere schöne Bewegungen oder vielleicht sogar mal einen Handstand ausführen zu können, muss man sich ein Trainingsprogramm jenseits der Fernseh-Couch suchen. Eine Turngruppe findet sich fast in jedem Ort, auch
Wirbelsäulen-Gymnastik, Yogakurse und
Rückenschulen bevölkern mittlerweile landauf landab die Sporthallen und Allzweckräume von Bürgerhäusern. Hier unterrichten ausgebildete Gymnastik-, Sport- oder Yogalehrer und helfen uns, den Müßiggang auszutreiben und eine neue Beweglichkeit zu etablieren.
Aber bevor man sich bei irgendeiner Schule oder in einem Kurs anmeldet, erkundigt man sich nach dem passenden Outfit für den jeweiligen Sport. Hat man eine erschöpfende Antwort erhalten, fragt man sich „wo
gibt es hochwertige Gymnastikschuhe?" oder „Brauche ich wirklich einen Gymnastikanzug? Reicht nicht vielleicht auch mein Trainingsanzug?" Gymnastikschuhe sind sicher eine gute Investition, denn je nach Bodenbeschaffenheit, können sich bei manchen Bewegungen schon mal kleine Holzsplitter in den nackten Fuß schieben, die man in Gymnastik-Schuhen einfach ignorieren kann. Ist der Fuß behütet, kann man sich auch wirklich unbeschwert den neuen Übungen hingeben . Und bald gibt es dann abends vor dem Spiegel ein zufriedenes Lächeln zu sehen. Der Lachkrampf ist dann längst Geschichte.
Andreas Mettlerpresse@mettlerweb.de