Beim Gratiskonto die Konditionen vergleichen
Die Banken setzen zunehmend das kostenlose Girokonto zur Neukundengewinnung ein. Über fünfzig Privatbanken, Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenkassen werben inzwischen mit gratis Gehalts-, Lohn- und Rentenkonto. Doch das stimme nicht immer wird von Verbraucherschützer gewarnt.
Das Portal
finanzprodukte24.de rät den Verbrauchern, ganz genau in die Konditionen zu schauen. Denn oft ist ein Gratiskonto an bestimmte Bedingungen geknüpft, z.B. die Online Kontoführung oder regelmäßige monatliche Geldeingänge in bestimmter Mindesthöhe. Auch beim Geldabheben an den Geldautomaten können zusätzliche Kosten von bis zu zehn Euro entstehen. Die Überziehungszinsen variieren ebenfalls sehr stark und können bis zu 20 Prozent betragen.
Bei
finanzprodukte24.de werden derzeit wieder zahlreiche Kontomodelle Kreditinstituten verglichen. Bei fünf Direktbanken ist das Konto tatsächlich „gratis2, also kostenlos und es gibt sogar noch eine Kreditkarte dazu: DKB, ING-Diba, Skatbank, SKG Bank und Wüstenrot Bank. Bei DKB und SKG kostet allerdings jede Bargeldabhebung am Automaten per Kreditkarte bis zu zehn Euro, weil manche Banken sich diesen Service bezahlen lassen.
Deutlich schwieriger ist es, ein Gratiskonto bei einer Bank mit Zweigstellen zu finden. Nur die nur die Norisbank bietet das kostenlose Konto bundesweit mit Kreditkarte an. Regional verbreitet findet man aber auch Sparda-Banken mit diesem kostenlosen Service. Leider zählen zum Cash-Pool der Sparda-Banken nur ca. 2.500 Automaten. Vor der Entscheidung muß also genau geprüft werden, ob eine kostenlose Bargeldabhebung in der Nähe möglich ist.
Die Sparkassen liegen dabei mit 24 300 Ausgabestellen im Inland weit vorne. Auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken gibt es 18 600 Automaten. Die Cash Group der großen Privatbanken hat Zugriff auf 7000 Bargeldautomaten.
Ein Wechsel der Bank kann wirtschaftlich sein, wenn das Filialkonto über 80 Euro oder das Onlinekonto über 40 Euro im Jahr kosten.
Dr. Wolf Blass