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Beim Feng Shui Kulturkongress 2010 in China

Autor: fengshui | Erstellt am: 15.12.2010 | Gelesen: 470
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Petra Coll Exposito erzählt ihre spannende Tour durch China.

Petra Coll Exposito
Petra Coll Exposito
Die Reise nach China war eines der eindrucksvollsten Erlebnisse, besonders da ich weiß, dass alle kulturellen Themen über Jahrzehnte in China verboten waren. Als erstes hatte ich zwei schöne Tage in Peking, hier standen natürlich der Kaiserpalast und die Pagode des Himmels, Chinatown und der an den Kaiserpalast angrenzende kaiserliche Park an. Beeindruckend fand ich die Ausstellung im linken Seitenflügel, wo speziell astronomische und geomantische Messgeräte ausgestellt wurden. Da ich für die Tage einen privaten Führer durch Peking engagiert hatte, konnte ich diese Tage genau auf meine Bedürfnisse ausrichten und alles nach den Kriterien des Feng Shui betrachten.

Als ich am Vormittag in Ganzhou ankam, wurde ich schon von den Organisatoren erwartet und zum Veranstaltungsort gefahren. Großmeister Yap Cheng Hai kam mit seiner Familie am frühen Abend an und es war aufregend, ihn und seine Familie gleich am Flughafen zu erwarten. Am nächsten Tag war die offizielle Anreise der meisten internationalen Gäste, Frankreich, England, Südafrika, Australien, Indonesien, Indien, aus Europa waren wir nur wenig geladene Gäste, aus Deutschland war ich die Einzige. Die Regierung von Ganzhou hieß uns herzlich Willkommen und hat uns über die übliche Sitte in China aufmerksam gemacht, also Landesfahnen waren verboten und auch sollten wir belegen, dass Ganzhou City wirklich von Großmeister Yang Jun Song gebaut worden war und gute Kriterien des Feng Shui aufwies. Nach dem Interview mit dem örtlichen Fernsehen konnte ich mein Essen im Kreise von den Experten einnehmen.

Es war ein schönes Erlebnis, unter zirka 400 chinesischen Feng Shui Meistern, davon vielleicht 30 Frauen, als Europäer hervorzustechen. Die Eröffnungsfeier des Kongresses war überwältigend, alle 400 Teilnehmer sollten in einem gemeinsamen Foto mit der gleichen Kleidung, einem aus roter chinesischer Seide hergestellten traditionellen Blazer, festgehalten werden, da es viel zu erzählen gab und auch ich großes Interesse hatte, die verschiedenen Experten kennen zu lernen, war es nicht einfach, ein Foto zu machen. Besonders hatte es mir Meister Li Xing Ding mit seinen 97 Jahren angetan, dieser Meister ist bekannt geworden aufgrund seiner Bücher, speziell wegen des chinesischen Luo Pan Kompasses.

Während des Kongresses hatten wir internationalen Gäste (ungefähr waren wir 18 Personen) die Gelegenheit, uns und unsere Arbeit in Form eines Vortrages vorzustellen. Dabei waren die chinesischen Meister beeindruckt von unserem tiefen Wissen und auch der Vorgehensweise. Den ganzen Kongress wurde ich wie ein Filmstar vorgeführt, es war schon was Besonderes, grüne Augen, blonde Haare und noch einen Luopan lesen zu können, ich bin mir sicher, dass fast alle geladenen Meister ein Foto mit mir gemacht haben. Großmeister Yap Cheng Hai wurde mit sehr viel Respekt und Anerkennung ausgezeichnet, denn er war derjenige, welcher weltweit das klassische Feng Shui verbreitet hat und auch sein neues Buch (die Übersetzung des Klassikers dem Qing Nang Ao Yu) brachte ihm große Achtung. Jeder Tag war wirklich etwas Besonderes, auch die Stadtrundfahrt zu den Plätzen, an denen Yang Jun Song sein Wissen an berühmten Gebäuden, Tempeln und Plätzen gewirkt hat und vor allem das Museum, in der die Stadt Ganzhou in Miniaturform nachgebaut wurde. Hier konnten wir die Entwicklung der Stadt und vor allem den Verlauf des Flusses und der Flusskreuzung erkennen. Außerdem wurde uns das alte Stadtbild aufgezeigt und die wichtigsten Feng Shui Punkte, um bei der anschließenden Tour auf den Spuren von Großmeister Yang Jun Song genaue Vorstellungen zu haben.

Die Feng Shui Tour war atemberaubend und wir konnten erkennen, dass Großmeister Yangs Wissen die Stadt Ganzhou und viele seiner Bewohner Generationen lang zum Erfolg geführt hat. Gerade zurück zu den Wurzeln der Lehre zu gehen und zu erkennen, dass Feng Shui vor tausenden von Jahren praktiziert wurde, ließ mich wieder einmal erkennen, dass die Lehren nur überleben, wenn sie nutzbringend für den Menschen sind und vor allem, wenn sie funktionieren.

Sehr interessant fand ich das Leben von Meister Yang (834-906), geboren in der Provinz von Shandong bestand er die höchste Prüfung des kaiserlichen Palastes mit dem Alter von 17 Jahren. Zum Ende der Tang Zeit, im Alter von 45 Jahren, verließ er den Palast, denn er war sehr frustriert von der Korruption und den hohen Steuern am Kaiserhof. Er verließ den Kaiserhof mit wichtigen Werken wie den Feng Shui Wassermethoden und auch dem Klassiker von Guo Po, dem Zhang Shu, das Buch, wie Gräber zu gestalten sind und wie eine gute Umgebung aussieht. Zusammen mit seinem ersten Schüler Zhang Men De verließ er Peking, um nach Ganzhou zu reisen, um dort seiner wirklichen Bestimmung entgegen zu sehen, denn Meister Yang war bekannt als der „Beschützer der Armen". Hier verwirklichte er seinen Anspruch und baute nicht nur die Stadt Ganzhou nach den Kriterien des Feng Shui um, sondern auch viele Tempelanlagen, Schulen und Pagoden. Im Alter von 72 Jahren wurde er vergiftet, sein Leben beendete er mit den Worten: Bevor wir die Umgebung außen betrachten, müssen wir Wert auf die Qualität der Menschen in den Gebäuden legen.

Der Gott der Erde wartet immer auf uns, aber ohne dass die Menschen ein gutes Herz und eine gute Tugend aufweisen, wird er nicht mit gutem Feng Shui Land gesegnet sein. Master Petra Coll Exposito ist Feng-Shui-Beraterin im Geschäfts- und Privatbereich und Gründerin des Feng Shui Institute of Excellence und hält europaweit regelmäßig Vorträge und Seminare, um auf die Wissenschaft des authentischen Feng Shui aufmerksam zu machen.

Wer inspirierende Bilder sehen möchte, kann dies unter: www.feng-shui-web.net/1_feng_shui_congress.php
 
 
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