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Bei minus 78°C geht es Schmutz an den Kragen

Autor: ElisabethKaiser | Erstellt am: 21.04.2008 | Gelesen: 1230
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Trockeneisreinigung schont die Umwelt und verlängert die Maschinenlebensdauer.

Strahlverfahren werden seit jeher zur Reinigung angewendet. Es gibt Methoden wie Sandstrahlen, Hochdruck-Wasserstrahlen oder chemische Verfahren. Allen Methoden ist eines gemeinsam: es fällt Sekundärabfall an, der umweltgerecht entsorgt werden muss. Hier unterscheidet sich die CO2-Reinigung: Trockeneis ist umweltneutral, nicht brennbar, geschmacks- und geruchsfrei. Die S.I.S. Gruppe setzt im technischen Facility Management die CO2-Reinigung seit 1995 erfolgreich für Unternehmen wie Audi, BMW, Felix, Fendt, Porsche oder Masterfood ein.

Wunderwaffe CO2

Kohlenstoffdioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es gehört zur Gruppe der Kohlenstoffoxide und ist ein Gas, welches auch in unserer Atmosphäre als natürliches Gas vorkommt (bekannt als „Treibhausgas). Die Kürzel CO2 stehen für C = Kohlenstoff und O = Sauerstoff. CO2 entsteht bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen und wird beim Ausatmen von Mensch und Tier freigesetzt. Kohlenstoffdioxid wird jedoch auch aus natürlichen Quellen gewonnen. Pflanzen wiederum wandeln CO2 während der Photosynthese in Sauerstoff um.

CO2 wird in der Industrie vielfältig verwendet. So wird es z.B. in Wasser gelöst zu H2CO3, besser bekannt als Kohlensäure, Getränken zur Erfrischung beigesetzt. Aber auch die produzierende Industrie verwendet CO2, so findet es als Feuerlöscher, Düngemittel, Lösemittel, Kältemittel, als Schutzgas oder sogar in der pharmazeutischen Industrie zur Beimengung in Abführzäpfchen einen Einsatz.

Funktionsweise der CO2 Reinigung

Trockeneis ist festes C02, welches in so genannte Pellets (Granulate) zusammengepresst wurde. In der Industrie können diese Pellets in Reinigungsverfahren verwendet werden. Hierzu werden sie bei einer Eigentemperatur von -78° C durch einen Kompressor mit hoher Geschwindigkeit auf die verschmutzen Flächen „geschossen". Durch die blitzartig starke Unterkühlung und den hohen Druck des Aufpralls vereist die Schmutzfläche und bricht herunter. Dieses Verfahren greift die Oberfläche nicht an, da es nicht abrasiv ist. Daher können mit Trockeneis-Pellets auch relativ weiche Materialien wie Aluminium, oder sogar Glas bearbeitet werden. Das Trockeneis selbst wandelt sich nach dem Aufprall wieder zu gasförmigem CO2. Da CO2 ein natürliches Gas ist, ist es ungiftig und muss nicht entsorgt werden. Die einzigen bei der Reinigung entstehenden Rückstände sind die „vereisten" Verschmutzungen, die trocken zu entfernen sind.

Vorteile der CO2 Reinigung

Die CO2 Reinigung ist zwar teurer als andere Reinigungsmethoden, spart aber dem Kunden hohe Sekundärkosten. Besonders bei Großanlagen ist der Einsatz des Trockeneises günstig, da sich die Reinigung im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren ohne Demontage der Anlage durchführen lässt, und keine Strahlmittelreste in den Maschinen zurückbleiben. So können die für den Anlagenbetreiber teueren Maschinenstillstandzeiten signifikant reduziert werden. Besonders hervorzuheben ist die nicht-abrasive Eigenschaft des CO2; der Reinigungserfolg stellt sich rein durch kinetische (Bewegungsenergie) und thermische (Temperatur) Energie ein. Das Material wird geschont und somit kann bei konsequentem Einsatz auch die Maschinenlebensdauer erhöht werden.

Mehr Informationen finden Sie unter www.sis-gruppe.de.
Autor: Elisabeth Kaiser, PR-Beraterin KAISER Brand Design e.K.
 
 
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