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Behinderungen bei der Online Petition zum Grundeinkommen

Autor: Emil_Blume | Erstellt am: 17.02.2009 | Gelesen: 787
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Öffentlicher Brief an die Verantwortlichen

Sehr geehrte Damen und Herren,

es handelt sich bei diesem Schreiben um einen offenen Brief, der in Kopie auch an die Presse geschickt, sowie in Foren veröffentlicht wird.

Als wahlberechtigter Bürger dieses Landes bitte ich um Stellungnahme und Aufklärung der im folgenden dargelegten Sachverhalte:

Ich habe heute gegen 14:30 versucht die E-Petition der Petentin Susanne Wiest, zum Thema "Reformvorschläge in der Sozialversicherung - Bedingungsloses Grundeinkommen" im Internet unter epetitionen.bundestag.de/.. aufzurufen. Die Seite war nicht erreichbar. Stattdessen habe ich die folgende Fehlermeldung erhalten:

"Netzwerk-Zeitüberschreitung
Der Server unter epetitionen.bundestag.de braucht zu lange, um eine Antwort zu senden.
Die aufgerufene Website hat auf den Verbindungsversuch zu lange nicht reagiert, daher wird nun nicht mehr länger auf eine Reaktion gewartet."

Nach meinen Informationen dürfte die Zahl der Mitunterzeichner der Petition zu diesem Zeitpunkt etwa bei 49.000 gelegen haben. Aufgrund der Unerreichbarkeit der Webseite ist es für Internetnutzer nicht möglich, die Petition zu unterzeichnen. Nach Presseberichten hat es schon an den vorangegangenen Wochenenden technische Probleme gegeben, wobei die Webseite auch hier nicht erreichbar war. Dies hat dazu geführt, das die Mitzeichnungsfrist der Petition aufgrund des öffentlichen Drucks verlängert wurde.

Nach den Beobachtungen der letzten Tage haben Nachmittags pro Stunde einige hundert Personen die Petition unterzeichnet, so sie denn erreichbar war. Die vorangegangenen, sowie die erneuten "technischen Probleme" dürften das eigentliche Ergebnis deutlich verfälschen. Wahrscheinlich fehlen tausende bis zehntausende Stimmen, deren Abgabe nicht möglich war.

Da die Petentin Sunsanne Wiest bei 50.000 Unterzeichnern im Bundestag gehört werden müsste, verwundert es stark, dass genau vor erreichen dieser kritischen Marke keine Unterzeichnung der Petition mehr möglich ist. Das bedingunslose Grundeinkommen würde die gesellschaftlichen Strukturen unsers Landes stark verändern. Möglicherweise würde es Machtverluste und finanzielle Einbussen für etablierte Funktionsträger bedeuten. Es drängt sich der Verdacht auf, das hier politische Prozesse bewusst beeinflusst und Bürgerentscheide verhindert werden und die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen insbesondere in einem Wahljahr von den Verantwortlichen nicht gewünscht ist und somit behindert wird.

Das vorschieben "technischer Probleme" wirkt in diesem Fall wie eine billige Ausrede. Zum einen handelt es sich bei
http://epetitionen.bundestag.de/ um eine Webseite der Bundesregierung, die schon durch den Inhaber Bundesregierung an sich, häufiger Ziel von Angriffen werden dürfte und somit entsprechend abgesichert sein muss. Zum anderen möchte ich hier auf die Webseiten von Online-Banking Anbietern verweisen, die täglich erheblich mehr Besucher haben und zudem in der Lage sind auch kritische Transaktionen sicher auszuführen.

Da ich selbst eine Ausbildung in der Informationstechnik gemacht habe, weiss ich das Systeme wie http://epetitionen.bundestag.de/ sorgfältig geplant und umfangreichen Tests unterzogen werden. Die derzeitigen Fehler dürften bei fachgerechter Entwicklung und Planung nicht auftreten.
Das System der Online Petition wurde von der renommierten und bekannten Firma araneaNET GmbH, Steinstraße 1, 14482 Potsdam erstellt und es klingt für mich unglaubwürdig, dass diese Firma eine dermassen instabiles System in den produktiven Betrieb nimmt.

Ich bitte mir mitzuteilen, ob die Petition erneut verlängert wird. Ferner bitte ich zu erklären, wie die Stimmen die nicht abgegeben werden konnten berechnet werden sollen und wie diese in das Ergebnis einfliessen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Schneider
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Stefan Schneider am 19.02.2009
Die folgende Email ist die erste Antwort, die ich erhalten habe:
________________________________________________________________

Von: Post.Pet
An: emil.blume@gmx.de
Betreff: System e-Petitionen
Datum: Thu, 19 Feb 2009 14:20:16 +0100

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre kritischen Hinweise haben uns veranlasst, eine Reihe von möglichen
Fehlerquellen und deren Vermeidung aufzuzeigen (siehe auch Rubrik FAQ
unserer Internetseite), um Ihnen die Nutzung des neuen Systems
e-Petitionen zu erleichtern:
*1. Registrierung/Anmeldung*
Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie von uns eine Aktivierungsmail mit
dem für Sie bestimmten Benutzernamen, der aus dem Wort "Nutzer"
einschließlich der Zahlenkombination besteht (z. B. Nutzer0000).
Bei der Registrierung ist unbedingt die Richtlinie zu akzeptieren
(Häkchen setzen), da Sie sonst keine Aktivierungsmail erhalten.
Dieser Benutzername sowie ein von Ihnen selbst gewähltes Passwort werden
bei jeder Anmeldung abgefragt. (Die Vergabe eines neuen Passwortes
erfolgt über die Schaltfläche "Passwort vergessen").
Die Nutzung des Systems ist jeweils nur mit eigener E-Mail-Adresse
möglich. Eine E-Mail-Adresse kann nicht von mehreren Personen genutzt
werden.
*2. Mitzeichnung einer öffentlichen Petition*
Für die Mitzeichnung von öffentlichen Petitionen ist eine einmalige
Registrierung zwingend erforderlich.
Jede öffentliche Petition kann nur einmal mitgezeichnet werden.
Die Mitzeichnungsfrist beträgt 6 Wochen.
Das Quorum von 50.000 Mitzeichnungen für eine Petition muss allerdings
bereits in den ersten drei Wochen nach Beginn der Mitzeichnungsfrist
erreicht werden.
Die Unterstützung von Petitionen ist auch nach Ende der
Mitzeichnungsfrist möglich, zwar nicht mit einer einfachen E-Mail, aber
mit Schreiben (mit eigener Unterschrift) per Post bzw. Fax.
*3. Sonstiges*
Die Probleme hinsichtlich der Zugriffszeiten liegen in der intensiven
Nutzung unseres Systems und der stark angewachsenen Nutzerzahl begründet.
Dieses erst seit drei Monaten im Einsatz befindliche System wird von uns
kontinuierlich weiterentwickelt und den Erfordernissen angepasst.
Sollten Sie weitere Hilfe bei der Nutzung des Systems benötigen, setzen
Sie sich mit uns in Verbindung bzw. teilen Sie uns Ihre Telefonnummer
mit, unter der Sie tagsüber zu erreichen sind. Wir rufen Sie dann gerne
zurück.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Moderatorenteam
Sekretariat des Petitionsausschusses








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