Helen Schneider/Carola Heider-Leporale
Braunschweig, 28. September 2009. Carola Heider-Leporale. Wollte man all das hier aufführen, was Helen Schneider als Künstlerin und Musikerin verkörpert und darstellt würde es ganz einfach den Rahmen dieses Artikels sprengen. Sie ist ein absolutes Multitalent und stellt seit geraumer Zeit auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis. Zur Zeit tourt sie mit ihrem Konzert 'Dream a Little Dream' durch Deutschland. Die Amerikanerin mit Wahlheimat Berlin wird dabei von ihrer langjährigen Band, bestehend aus Jo Ambros (Gitarre), Obi Jenne (Drums) und Mini Schulz (Bass) begleitet. Am 27. September und Zusatzkonzert am 28. September 2009 gastierte Helen Schneider in Braunschweig im 'Gastwerk'. Helen Schneider zeigte sich charmant, frisch, gut aussehend und im sexy Outfit. Die Band mit Jazz-Charakter gab der Sängerin die perfekte, harmonsiche Begleitung bei dem umfangreichen Repertoire vom Jazz bis Rock in dem stilvollen Ambiente des ausgewählten Veranstaltungsortes 'Gastwerk', was dem gesamten Auftritt die besondere Atmosphäre verlieh. Der Jazz prägt auch ihre neue CD 'Dream a Little Dream', die sie zusammen mit Till Brönner produziert und im Studio aufgenommen hat.
Helen Schneider nimmt das Publikum während des Konzertes mit auf eine Reise in ihre Kindheit. Sie erinnert sich an Lieder bis zu den Anfängen ihrer Karriere. Lieder und Musik, die wie sie betont, ihre musikalische Entwicklung geprägt haben. Mit jedem Lied verbindet sie persönliche Erinnerungen an besondere Erlebnisse ihres Lebens. Es sind natürlich bekannte Songs aus dem Jazz und die besten Schätze aus dem 'Great American Songbook'. Sie haucht gerade eben noch sexy, leise und gefühlvoll ins Mikro und plötzlich verwandelt sich die betörende Femme-Fatale in die 'Rock'n Roll Gipsy' und bringt mit grandios-röhrender Stimme das Publikum zum kochen. Sie interpretiert hervorragend Songs von Bob Dylan 'Just like a woman' und 'born in time', Leonard Cohans 'By the Rivers Dark' und Emmylou Harris' Antikriegssong 'Bang The Drum Slowly'. Durch die persönlichen Beziehungen und Erlebnisse zu jedem dieser Songs macht sie die Songs anderer zu den ihren. Zum Abschluss gab es eine Homage auf die große und bekannte Jazz-Sängerin Peggy Lee. Als Zugabe servierte sie natürlich auf Wunsch 'Rock'n Roll Gypsy' und dann ein Lied von einem etwas 'irren deutschen Typ auf Rollschuhen', der sie damals Ende der 70er Jahre nach einen New York-Konzert vom Fleck weg für eine Deutschland-Tour engagierte, nämlich Udo Lindenberg. Damals schrieb er noch Songs auf englisch wie 'I'd Like To Be a Child Again', mit dem dieser Konzertabend den krönenden Abschluss fand. Udo Lindenberg sei Dank für diese große Entdeckung, die er damals mit nach Deutschland brachte. Helen Schneider, die Frau mit der so markanten Ausnahmestimme, die selbst beim dröhnenden Rock noch gestochen scharf erscheint, bekam für ihren Auftritt mit ihrer hervorragenden Band zu Recht und wohlverdient STANDING OVATIONS. Ein Konzert der Spitzenklasse!
weitere Infos:
www.helenschneider.de /
www.helenschneider.comReportage/Foto: Carola Heider-Leporale
www.zickenzone-photographie.de