Karlsruhe, 03. Januar 2012. Gewogen und zu leicht empfunden: Bisher orientiert sich die Kontrolle eines Bauteils im Workflow oft nur am Gewicht. Es lässt Schlüsse zu, ob genügend Teile die nächste Fertigungsstufe oder den Kunden erreichen. Die neue Software des Karlsruher IT-Unternehmens Optimum führt die konventionelle Sichtung von der Quantität auf die zusätzliche Stufe der Qualität: Der Schlaue Klaus entdeckt nicht nur, dass etwas fehlt. Er gibt auch an, was fehlt.
Auf diese Weise lassen sich Kommissionierung und Bestückung optimieren, Konfektionierung und Auslieferung von Produkten den Bedarfen, Kundenwünschen oder Produktionserfordernissen anpassen. What you see is what you get: Der Schlaue Klaus transferiert das aus der IT-Technologie bekannte Prinzip auf die Qualitätssicherung: Das Optimum-System inspiziert die Prüfmenge und quantifiziert, wie viele und welche Teile im Workflow bewegt werden. Die Software operationalisiert dazu die in der Datenbank abgelegten Checklisten. Sie sensibilisiert damit das digitale Auge des Schlauen Klaus, um via intelligenter Bildverarbeitung die einzelnen Teile einer zu bildenden Baugruppe oder einer Kunden-Aussendung zu erfassen. Fehlen Teile, signalisiert das Optimum-System Typ und Quantität der Fehlstücke. Die Intervention erfolgt im laufenden Produktionsprozess oder zum Start.
Indizien für die optoelektronischen Zählprozesse sind Material, Sortenreinheit, Form, Struktur, Textur oder Konfektionierung. Der Kontrollvorgang selbst erfolgt dabei nach immergleichen, untrüglichen, weil vorab definierten, Parametern. Selbst wenn viele unterschiedliche Einzelteile im Rahmen einer Produktionskette zu prüfen sind, weiß der Schlaue Klaus sie zu zählen und zu unterscheiden. So werden ausreichend Bauteile zielorientiert in der Produktionslinie zugeführt.
Die Optimum-Vollständigkeitsprüfung erreicht Nutzwert auf der Produktions- und Distributionsebene. In der Produktion gewährleistet sie, dass der Materialzufluss gemäß Zielvorgabe erfolgt, nachfolgende Fabrikationsautomaten ausgelastet sind und keine Schäden durch falsch zugelaufene Bauteile nehmen. In der Distribution ist die Vollständigkeitskontrolle vor dem Warenausgang erlebbarer Service am Kunden. Der Kunde registriert sofort (eher als andere Fehler), ob die Produktion wegen nicht just-in-time ausreichend gelieferter Bauteile stockt oder die Lieferung schlicht nicht komplett ist. Der Schlaue Klaus minimiert Fehllieferungen und Reklamationen.