Leucin
Unter
BCAAs bezeichnet man die drei verzweigtkettigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Bei diesen Aminosäuren handelt es sich um essentielle Aminosäuren, was so viel bedeutet, als dass sie mit der Ernährung in regelmäßigen Abständen zugeführt werden müssen, da sie vom menschlichen Organismus nicht selber hergestellt werden können. Die BCAAs finden in der Praxis hauptsächlich im Sportbereich ihren Einsatz und sind hier äußerst beliebt. Sie besitzen den Ruf anti-katabole Eigenschaften zu besitzen, welche in wissenschaftlichen Untersuchungen auch mehrmals nachgewiesen werden konnten. Das bedeutet, die Zufuhr von BCAAs kann einem Proteinabbau in der Skelettmuskulatur entgegenwirken. Ein solcher Abbau von stoffwechselaktivem Muskelgewebe kommt hauptsächlich dann vor, wenn Sportler sehr intensiv oder lange trainieren und gleichzeitig keine ausreichenden Mengen an Kohlenhydraten und Kalorien zuführen. Je höher jedoch die Kalorien- und Kohlenhydratzufuhr ausfällt, desto geringer wird der Effekt der BCAAs auf den Muskelabbau. Der Einsatz dieser Aminosäuren vor einem Training, um die Muskelmasse zu schützen, macht also ganz besonders in Zeiten einer Diät und hier im Speziellen bei der Durchführung einer so genannten Low Carb Diät Sinn.
Doch die BCAAs können noch mehr. So konnte festgestellt werden, dass insbesondere Leucin in der Lage ist, die Proteinsynthese, also den Neuaufbau von Proteinstrukturen und vor allem von Muskelprotein, zu fördern. Im Anbetracht dieser Tatsache hat man nun auch zusätzlichen Nutzen beim Einsatz von BCAAs über spezielle Nahrungsergänzungen, wenn man das Ziel verfolgt, möglichst viel Muskulatur aufzubauen. Besonders beeindruckend ist dieser Effekt in Kombination mit vollständigen und leichtverdaulichen Proteinen und schnellverdaulichen Kohlenhydraten mit einem starken Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Kraft- und Fitness-Sportler, die auf den isolierten Einsatz von BCAAs verzichten wollen, sollten dann alternativ nach dem Training zu einer Nahrungsquelle oder einer Nahrungsergänzung mit hohem BCAA-Gehalt zurückgreifen, um den Muskelaufbau und die Regenerationsprozesse möglichst effektiv und effizient zu unterstützen. Eine hervorragende Quelle für diese Aminosäuren ist ein hochwertiges Whey-Protein, das mit rund 25% seiner im Protein enthaltenen Aminosäuren einen überdurchschnittlichen Anteil an verzweigtkettigen Aminosäuren aufweist.
Wer das Optimum anstrebt, der sollte 5-10g
BCAAs unmittelbar vor dem Training und weitere 5g direkt nach dem Training, zusammen mit einem Shake aus Whey-Protein und Dextrose oder Maltodextrin konsumieren.
Autor: Jan Lehmkuhl