Wladimir Putin
Der Premierminister von Russland Wladimir Putin muss sich in diesen Tagen gegen schwere Vorwürfen verteidigen, die ein Bürger gegen ihn erhebt. Ein Geschäftsmann aus St. Petersburg ließ dem Kreml einen Brief zukommen, in dem er sich über politische Probleme auslässt. Das allein ist nichts besonderes, denn unter den russischen Bürgern ist es üblich, ihre Sorgen und Beschwerden zu Papier zu bringen und an die Regierung zu senden – jedes Jahr gehen davon tausende im Kreml ein. Aber diese Anklage aus St. Petersburg ist anders, da sie sehr konkrete Vorwürfe enthält.
Der Name des Anklägers ist Sergej Kolesnikow und er schrieb einen Brief an den Präsidenten der Russländischen Föderation, in dem er schilderte, dass Putin sich an der Küste des Schwarzmeeres eine Villa bauen lassen soll, der vor Luxus nur so überfließen soll. „Im Stile eines italienischen Palazzo" soll dort ein gigantischer Palast entstehen. Der Kosten für das ganze Projekt, so urteilt der klagende Geschäftsmann aus der Einsicht in "Rechnungen und Kostenvoranschläge," sollen sich auf etwa eine Milliarde Dollar belaufen. Das entspräche in Euro 770 Millionen.
Diese irrsinnig hohe Summe könnte Putin natürlich nicht vom privaten Sparkonto aufbringen. Kolesnikow will wissen woher das Geld stammen soll und sieht es gesammelt aus einer „Kombination von Korruption, Bestechung und Diebstahl". So habe Putin angeblich große teilen von „Spenden" abgezweigt und auf ausländische Konten überwiesen.
Im Falle dass der russische Geschäftsmann mit seinen Vorwürfen überhört werden könnte, wandte er sich in einem Interview gleich auch an eine Moskauer Wirtschaftszeitung. Dort geht er auch genauer auf die Fakten ein und gibt an, dass er lange für das Unternehmen gearbeitet habe, von dem der beschuldigte Premier Geld abgezweigt habe. Auch erklärt er, was denn alles in der geplanten eine Milliarde Dollar Villa eingebaut werden soll, damit der Preis gerechtfertigt ist.
So soll es dort einen Hubschrauberlandeplatz geben, einen Weinberg, ein Teehäuschen, Schwimmhäuser, ein Theater und ein Amphietheater um sich zu unterhalten. Sogar ein
Casino soll der Putin sich dort bauen lassen. Ob das aber alles der Wahrheit entspricht oder doch nur alles wieder einer Verschwörungstheorie entsprungen ist, ist durchaus fraglich.