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Bausteine für die Wissensbilanz - Stoffbilanz

Autor: beckinfo | Erstellt am: 07.03.2011 | Gelesen: 598
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Input-Output Struktur in der betrieblichen Umweltbilanz

Input für die Wissensbilanz
Input für die Wissensbilanz
Umweltmaßnahmen haben immer vielfältige und oft auch sehr komplexe Auswirkungen. In Form von Sensitivitätsrechnungen kann ermittelt werden, wie sensibel Ergebnisse gegebenenfalls auf die Veränderungen von Planungsparametern reagieren. Mögliche Kostensenkungspotenziale müssen sich aber nicht automatisch einstellen, d.h. erst durch eine genaue Analyse der jeweiligen Ein- und Auszahlungsreihen kann festgestellt werden, welche Kostensenkungen wirklich realisierbar wären.

In einer Stoffbilanz nach der Systematik der Betriebsbilanz können einerseits Stoffe (Materialien, Hilfs- und Betriebsstoffe) und Energieträger (Strom, Öl u.a.) als Inputs und andererseits Emissionen als Outputs des Betriebs erfasst werden. In- und Outputs können für Produktionsprozesse bis hin zu einzelnen Prozeßschritten weiter detailliert werden. Durch die Zuordnung der In- und Outputs zu einzelnen Prozessen oder Prozeßstufen können Schwachstellen und Optimierungspotenziale genauer lokalisiert werden. Vgl. u.a. aus planerischer Sicht Jörg Becker: Wissensbilanz und Geschäftsplanung – Maßnahmenpotentiale identifizieren und ausloten, ISBN 978-3-8370-7564-9. Vgl. grundsätzlich im Hinblick auf Indikatoren u.a. Jörg Becker: Management-Cockpit der Wissensbilanz – Indikatoren-Instrumententafel, ISBN 978-3-8370-4654-0.

Betriebliche Stoffstromanalyse: Je kleiner die Konzentration eines Stoffs im Wasser, desto schwieriger und damit teurer ist seine Entfernung. Da die Konzentration von Schadstoffen im Abwasser am Ort des Anfalls höher ist als im Mischwasser sind selektive Vorreinigungen günstiger. Es sollte geprüft werden, ob mittels einer gesonderten Behandlung sortenreiner Abwässer Wertstoffkreisläufe geschaffen und Abwasserinhaltsstoffe wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden können. Hierbei sollten auch Kriterien für die Bewertung von Gefahrstoffen erstellt werden. Die betriebliche Stoffstromanalyse dient der detaillierten Erfassung und systematischen Dokumentation der wasserrelevanten Stoffströme im Unternehmen nach Art und Menge. Hierbei sind im Betrieb Anlagen und Betriebsteile so zu untergliedern, wie dieses für die Datenerhebung von Zu- und Abwasserteilströmen jeweils relevant ist. D.h. jeder Betriebsteil wird in einem Übersichts-Prozeßkettenschema dargestellt, aus dem der Weg und Verbleib des Wassers hervorgeht. Dabei wird die Herkunft und der Verbleib des Wassers gemäß Öko-Kontenrahmen für Gesamtwasser und Wasserteilströme quantifiziert. Vgl. allgemein auch Jörg Becker: Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 978-3-8370-7564-9. Vgl. hierzu ergänzend u.a. Jörg Becker: Strategie-Check und Wissensbilanz – Wirkungsbeziehungen transparent machen, Erfolgspotentiale ausloten, ISBN 978-3-8370-4978-7.

Probleme können u.U. dadurch entstehen, dass sich eine Anlage nicht eindeutig einem Produkt zuordnen lässt. D.h. wenn beispielsweise auf einer Anlage drei verschiedene Produkte unter Einsatz von Wasser bearbeitet werden, die pro Stück benötigte Wassermenge für jedes Produkt unterschiedlich ist und der Wasserverbrauch dieser Anlage nur monatlich abgelesen wird. Als Lösung könnten detaillierte Messungen durchgeführt werden oder über die Maschinenlaufzeiten und jeweils produzierten Stückzahlen der einzelnen Produkte möglichst genaue Schätzungen vorgenommen werden. Gleichzeitig können auf diese Weise Prioritäten für geplante Maßnahmen festgelegt werden. Die Datenstruktur sollte in den umfassenden Öko-Kontenrahmen des Unternehmens integrierbar sein.

Jörg Becker
www.beckinfo.de

 
 
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