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Wie sich die Anlagewelt doch ändern kann. Am 5.8.08 im Ersten titelte „Plus Minus" „
Miese Zinsen - Wie der Bausparvertrag zum Anlageflop wird". Heute ist der Bausparvertrag wieder aktueller als je. Sicherheit zählt – zumindest die vermeintliche Sicherheit, bei der das Inflationsgespenst außer Acht gelassen wird. Aber es ist nicht nur die Sicherheit, die im Moment das
Bausparen so sinnvoll machen kann.
Die Sendung „
Plus Minus" rechnet 2008 noch mit Banksparplänen und einer Verzinsung von 4,2 %. Für einen Zeitraum von 7 Jahren ist eine 3 vor dem Komma schon kaum zu bekommen. Eine Grundvoraussetzung bei Banksparplänen ist normalerweise auch, dass nichts geändert werden darf, weder die Höhe der Sparrate, noch kann man für eine bestimmte Zeit aussetzen, ohne dass sich dies auf den Zins auswirkt. Sonderzahlungen sind nicht möglich.
Ganz anders beim Bausparen. Auch hier ließ „Plus Minus" die interessanten Alternativen im Sparbereich aus. Es gibt heute noch Bausparverträge, die bis zu 4 % Guthabenzinsen zahlen, wenn auf das Darlehen verzichtet wird, was problemlos zum Ende der Laufzeit möglich ist, und mindestens 7 Jahre Laufzeit eingehalten wird. Die Sparzahlungen können gestoppt werden, Sonderzahlungen sind in bestimmten Grenzen möglich, die Sparrate kann erhöht oder heruntergesetzt werden. Berücksichtigt werden müssen die Gebühren. Eine Abschlussgebühr von 1 –1,6 % ist fällig, die zum Teil nach 7 oder 10 Jahren zurückgezahlt wird, Kontogebühren fallen noch zusätzlich an. Trotzdem sind Anlageergebnisse effektiv nach Kosten über 3 % möglich, mit hoher Flexibilität – und falls dann doch noch ein Darlehen benötigt wird, kann auch dies genützt werden – aber Vorsicht, hier muss genau gerechnet werden, ob sich eine eventuelle Umstellung auf einen anderen Tarif wirklich lohnt.
Selbst dann, wenn man nicht weiß, ob man das Geld wirklich 7 Jahre liegen lassen kann, ist der Bausparvertrag eine Alternative. Es gibt Anbieter, die eine Grundverzinsung von 3 % bieten (also nicht nur 1-1,5 % zuzüglich Bonus am Ende der siebenjährigen Laufzeit). Durch Wahl einer Bausparsumme, die nur geringfügig über dem eingezahlten Betrag liegt, halten sich die Gebühren in Grenzen und der Bausparvertrag ist nach nicht einmal 2 Jahren verfügbar, ist dann täglich oder monatlich abrufbar und verzinst sich weiter mit 3 %.
Unberücksichtigt blieb bei diesen Beispielen die Arbeitnehmersparzulage oder die Wohnungsbauprämie, die Sparer innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen nützen können. Die Wohnungsbauprämie wird allerdings bei neuen Verträgen nur noch bezahlt, wenn das Geld wohnwirtschaftlich genutzt wird.
Bausparen ist also nicht gleich Bausparen – ein Vergleich der Tarife, sogar innerhalb der Bausparkassen ist angebracht. Vor allem muss vorher geklärt werden, ob das Sparergebnis vorrangig ist, ob das Darlehen später genützt werden soll, oder mit Wohnriester für eine eigene Immobilie gespart werden soll. Einen Vergleich der Bausparverträge bieten spezialisierte Makler – die Bank oder der Bausparvertreter bieten immer nur die Tarife der eigenen Gesellschaft an!
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