(Online-Artikel.de) - Neben den eigentlichen
Konditionen ihres Baukredites bildet das
Eigenkapital die wohl wichtigste Säule bei der
Finanzierung ihrer
Immobilie oder
Eigentumswohnung. Denn eines ist sicher: Je mehr eigenes Geld sie zur Verfügung haben, desto weniger
Fremdkapital der Bank benötigen sie. Und genau dieses
Eigenkapital verringert ihren
Baukredit, denn umso höher ihr Kapitalanteil ist, desto geringer ist das Finanzierungsrisiko der Bank.
Neben den üblichen Geldreserven, die sie auf Sparbüchern, Girokonten und in Form von Bargeld besitzen, können sie auch eventuell bestehende Wertpapiere veräußern. Natürlich sollten sie es sich zuvor gut überlegen, ob sie Sparanlagen und Wertpapiere unbedingt verkaufen möchten, aber der
günstigere Bauzins wird es ihnen auf jeden Fall danken. Sollten sie die Immobilie nicht selbst nutzen, sondern vermieten, macht ein möglichst hoher Eigenkapitalanteil rein steuerlich natürlich eher wenig Sinn.
Begehen sie jedoch auf keinen Fall den Fehler ihre gesamten Geldreserven zur Finanzierung ihrer Immobilie zu stecken. Drei bis sechs Monatsgehälter sollten sie immer in der Rückhand haben. Denn vor unvorhersehbaren Ereignissen ist niemand geschützt. An diesem Punkt scheitern viele Bauherren, begehen sie also nicht auch diesen Fehler.
Ihr nun noch übriges Kapital können sie ruhigen Gewissens jetzt auch anderweitig investieren. So können sie z.B. durch Fonds Zinserträge realisieren, die über ihrem Bauzins liegen. Am Ende des Baukredites können sie dann ihr angehäuftes Geld zur Rückzahlung der Restschuld verwenden.
Sie sehen also es gibt eine Menge Möglichkeiten das eigene Geld sinnvoll zu verteilen, ohne alles unbedingt in die Finanzierung ihrer Immobilie zu stecken. Sollten sie, wie die meisten Menschen, beabsichtigen ihre Immobilie selbst zu nutzen, dann sind sie mit einem möglichst hohen Eigenkapitalanteil mit Sicherheit besser beraten.
Autor: Thomas Ehrig