Ballonfahrt im Winter
Seit Jahrhunderten schwebt die Menschheit nun im Heißluftballon in der Luft. Oftmals zählt das
Ballonfahren als letztes Abenteuer der Menschheit – dies zeigte Ende der neunziger Jahre die Nonstop Weltumrundung des Schweizers Bertrand Piccard. Schon 1783 erfanden die Gebrüder Montgolfiere den
Heißluftballon – das Prinzip der heißen Luft ist bis heute gleich geblieben. Nun modernen sind die Ballone geworden.
Doch auch heute und hierzulande kann man in einen Ballonkorb steigen und sich die Landschaften von oben zeigen lassen. Am Startort Ihrer Wahl steigen Sie mit erfahrenen Ballonpiloten und lizenzierten
Ballonfahrtunternehmen in den blauen Himmel um ein Erlebnis besonderer Art zu genießen.
Mehr als 100 Ballonfahrtunternehmen gibt es derzeit in Deutschland. Alle fahren mit Heißluftballonen, da die althergebrachten Systeme der Gasballone zu kostenintensiv sind. Das kostbare Gas gibt es nur noch selten und ist sehr teuer geworden. Mit einem Heißluftballon dagegen lassen sich spezielle Gasbehälter mit Propangas befüllen – die Ballonfahrer können somit auf jeder beliebigen Wiese starten.
Der Aufbau des Ballons – unter den Ballonfahrern nennt man dies „Aufrüsten" – dauert ca. eine halbe Stunde und ist Bestandteil des Events für jeden Mitfahrer. Zahlreiche Hände werden benötigt um den Korb aufzubauen, die Hülle auszuladen und diese zunächst it kalter Luft zu füllen.
Ist der Ballon startklar, steigen die bis zu zehn Mitfahrer in den Weidenkorb und „ab geht's"! Über Wälder, Täler, Flüsse und Ortschaften geht es fast lautlos, nur unterbrochen vom nötigen Fauchen des Ballonbrenners. Nach ein bis eineinhalb Stunden ist das Vergnügen vorbei und der Erstgefahrene erhält einen Adelstitel und eine kostbare Urkunde.
Für Menschen, die schon alles haben, ist eine Ballonfahrt eine gelungene
Luftsport Geschenkidee – zum Geburtstag, zu Weihnachten oder gar zur Hochzeit. Arrangements inklusive Hotel und Abendessen werden oftmals von den Ballonfahrern mit angeboten.
(Manfred Römeling)