Schwanger sein ist offenbar bei den Schönen und Reichen dieser Welt wieder ziemlich angesagt. Und so strecken und recken sich Freunden der Regenbogenpresse und Liebhaberinnen leichter Boulevard-Unterhaltung von überall her prominente Babybäuche entgegen. An den Seiten ihrer vor Stolz und kund getaner Manneskraft geschwollenen Gatten schreiten die geschwängerten Society-Ladies einher und schenken den Medien jenes wissend strahlende Lächeln, das nur unter massivem Einfluss tatkräftig agierender Schwangerschaftshormone entstehen kann. Und natürlich wird bei dieser öffentlichkeitswirksamen Präsentation prominenter Fertilität auch größter Wert auf die Tatsache gelegt, dass auch kugelrunde Muttibäuche in sündhaft teuren Designerkleidern noch zu einer guten Figur beitragen können - jedenfalls im übertragenen Sinne. Da sitzt vielleicht so manches schwangere Lieschen Müller vor dem Fernseher oder im Wartezimmer des Gynäkologen und fragt sich, warum um ihre nicht minder großen Mutterfreuden nicht auch so ein kurbeliger Medienrummel veranstaltet wird. Doch wer weiß?
Wenn sich eben jene Privatfrau genau so kameraverliebt herausputzen würde wie die Promimuttis, und wenn sie dann noch selbstbewusst einen roten Teppich abschreiten würde, dann könnte das zwar verblüffte, aber dennoch strahlende Blitzlichtgewitter ihr genau so gut gelten wie jeder anderen Schwangeren auch. Tolle Tipps dazu, wie sich Babybäuche zu festlichen Anlässen mit festlicher Umstandsmode schick in Schale werfen lassen, gibt es auf www.festkleidung.net. Wo die Paparazzi auf ihre Chance lauern, muss frau dann allerdings anschließend auf eigene Faust herausfinden.
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Sandra Reinfeld