„Es hat uns nicht überrascht, aber natürlich freuen wir uns im Interesse unserer Kunden.", so fasst der Inhaber von B2B-Grosshaendleradressen.de Andy Lehmann einen Deal zusammen, der sowohl für die beteiligten Portale aber vor allem für Lehmanns Kunden und Interessenten Sinn bringt und den Markt konzentriert.
Dabei ließ zunächst nichts auf einen solchen Deal mit der Dehafo.de schließen. Seit drei Jahren als Deutsches Handelsforum auf dem Marktsegment der Online-Shops vor allem im B2B-Bereich unterwegs, hatte sich Dehafo bei seinen Kunden einen recht guten Namen gemacht. Dort sind über 15.000 Produkte eingetragen, die von Zwischenhändlern mit Gewerbeschein sofort für den Wiederverkauf erworben werden können. Unter dehafo.de können Großhändler kostenfrei ihre Waren und Lagerüberhänge anbieten, die gewerblichen Einkäufer zahlen für die Portalnutzung lediglich 9,99 Euro im Monat. Ein funktionierendes Geschäftsmodell, das nun von B2B-Grosshaendleradressen.de aufgekauft wurde.
Stellt sich die interessante Frage, was sich für die bisherigen Nutzer der Dehafo-Plattform ändert. Nach unseren Recherchen zunächst nichts. Neben dem Eigentümerwechsel und entsprechenden Änderungen im Impressum wird wohl zumindest in der näheren Zukunft alles beim Alten bleiben. Und für die neuen Besitzer? „Wir sind froh, unserer Kundschaft ein breiteres Portfolio unserer Dienstleistungen anbieten zu können!", meint Andy Lehmann. Damit haben die Münchner durchaus Recht.
www.b2b-grosshaendleradressen.de war bislang vor allem bei Existenzgründern im Online-Shopping-Bereich und bei Betreibern erfolgreicher Online-Shops eine beliebte Anlaufadresse wenn es um wichtige Handelskontakte oder den Aufbau des eigenen Online-Shops mit allem Drum und Dran ging. „Das wird auch so bleiben. Nur, dass wir jetzt die Möglichkeit geschaffen haben, unseren Kunden auch einen direkten Zugang zu Dehafo zu verschaffen. Damit verbinden wir unsere bisherigen Leistungen mit einem echten Zusatznutzen für unsere Kunden.", kann Lehmann lächelnd eingestehen.
Damit zeigen beide Unternehmen, dass es auch in Krisenzeiten immer wieder Chancen zur Veränderung und Marktkonzentration gibt. Warum jedoch Dehafo sein Angebot an die Münchner verkaufen, haben uns die Hannoveraner bislang nicht verraten. Für die Kunden beider Plattformen ist dies jedoch auch nur zweitrangig, bleibt doch unterm Strich die Handelsplattform für Wiederverkäufer unter
www.dehafo.de auch weiterhin geöffnet.
Ob dieses Beispiel langfristig Schule machen wird, bleibt abzuwarten. Während sich die Marktriesen im Online-Geschäft vergeblich gegen den Totalverlust wehren, zeigen die kleineren Plattformen, wie es wirklich gehen kann. Und während bei Arcandor und Co. zumindest die Kunden die wahren Verlierer sind, können sich die Nutzer von Dehafo und Grosshaendleradressen fröhlich die Hände reiben. Immerhin wächst dort zusammen, was eigentlich zusammen gehört und bietet der gewerblichen Kundschaft bessere und vor allem breitere Möglichkeiten für erfolgreiche Geschäfte im Online-Handel. Was die bestehenden Kontakte freut, wird die interessierten Existenzgründer noch mehr begeistern. Neben der tatkräftigen Unterstützung durch die WebService AL (Inhaber von B2B-Grosshaendleradressen.de) haben sie nun auch die Möglichkeit des direkten Zugriffes auf eine große Handelsplattform, auf der sich jede Menge deutscher Groß- und Einzelhändler tummeln.
Andy Lehmann
Webservice AL