Sicherlich - wer mit dem
Autoreisezug ins europäische Ausland verreist, muss in der Regel einen mittleren dreistelligen Eurobetrag aufwenden. Es ist also nicht gerade billig, eine komplette Reisegesellschaft plus Automobil durch den Kontinent fahren zu lassen. Und keine Werbekampagne der Deutschen Bahn wird dem Urlauber das Gegenteil vermitteln können. Vergleicht man aber die Kosten mit denjenigen anderer Reisemethoden, schneidet der Autozug überraschend gut ab.
Anreise per Flugzeug
Trotz Billigfliegern ist die Flugreise noch immer eine sehr teure Methode, zum Urlaubsziel zu gelangen. Das gilt vor allem für Familien mit älteren Kindern, die für ihren Sitzplatz im Ferienflieger den vollen oder einen nur wenig reduzierten Preis bezahlen müssen. Liegt der Wohnort der Familie weit vom Abflugort entfernt, addieren sich hierzu außerdem Zusatzkosten für die Anreise, schlimmstenfalls sogar für eine Übernachtung am Abflugort. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass Billigflieger nur die populärsten Reiseziele bedienen, während auf anderen Routen teurere Linienflugzeuge verkehren. Und einen weiteren klaren Nachteil hat das Flugzeug: Wer am Urlaubsort mobil sein möchte, muss einen Mietwagen bezahlen.
Anreise mit eigenem Auto
Wer selbst mit dem Pkw unterwegs ist, für den sieht die Vergleichsrechnung schon freundlicher aus. Auf weiten Strecken ist das eigene Auto anderen Verkehrsmitteln vor allem dann überlegen, wenn es voll besetzt ist. Aber auch hier darf man sich nicht täuschen lassen: Für eine Fahrt von Berlin nach Nordspanien sind - je nach Spritverbrauch und aktuellen Benzinpreisen - 300 bis 400 Euro zu bezahlen. Darauf kommen noch Mautgebühren für Straßenbenutzung sowie schwer bezifferbare Kosten durch Abnutzung des Autos. Richtig teuer wird es, wenn das Reiseziel mehr als eine Tagesfahrt entfernt ist - dann muss die Familie nämlich eine Übernachtung bezahlen. So gesehen, kann eine Autoreisezug eine sehr sinnvolle und vor allem stressarme Alternative sein.
Jürgen Reschke