(Online-Artikel.de) - Nachdem zunächst nur Fahrer und Beifahrer geschützt waren, wurden die Automobile nach und nach auch rundum verglast. Die Scheiben wurden gewölbter und gerade in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch immer sicherer.
War das Einscheibensicherheitsglas schon ein enormer Fortschritt auf sicherheitstechnischer Ebene, so kam mit dem Verbundsicherheitsglas dann eine weitere Revolution. Die spezielle Verarbeitung des Glases sorgt dafür, dass so gut wie keine Splitter mehr durch die Fahrgastzelle fliegen, sollte diese Scheibe einmal zerbrechen. Das Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei einfachen Flachglasscheiben, welche aber durch eine Folie miteinander verbunden sind. Die Folie ist gerade in der Autoindustrie meist aus extrem dünnem, aber auch extrem reißfestem Polyvinylbutyral. Bei einem Zerbersten der Scheibe springt diese – wie auch bei dem vorher verwendeten Einscheibensicherheitsglas – in Unmengen an kleinen Teilchen, diese aber bleiben an der Folie haften, was natürlich die Verletzungsgefahr erheblich mindert.
Da dieses Verbundglas auch mit getönter Folie verklebt werden kann, entsteht hierdurch die gerade im Sommer recht vorteilhafte Autoglas Tönung. Zudem wird durch diese Tönungsfolie die Wärmeeinstrahlung gemindert, was natürlich auch einen enormen Vorteil bietet. Es bieten sich hier aber noch wesentlich mehr Vorteile, so besteht hier die Möglichkeit, zwischen diesen beiden Glasscheiben eine Heizung zu einzuarbeiten. Dies wird dann mit dem Stromkreislauf des Autos verbunden. Die Scheibe wäre dann im Winter schnell von Eis befreit.
Eine teurere, aber sehr effektive Variante ist das Anbringen von Sensoren, die auf Witterungseinflüsse und Sonnenschein reagieren. Teurere Modelle werden mit dem schon aus der Augenoptik bekannten Variogläsern versehen, welche sich, je nach Lichteinstrahlung, selbst tönen und sich somit den Lichtverhältnissen im Sommer anpassen
Einige Hersteller bieten auch wasserabweisendes und/oder selbstreinigendes Autoglas an.
Kerstin Becker