Autogas-Fahrzeug
Autogas: Neid an der Tankstelle
Vor gut 20 Jahren blickte man als Autofahrer immer neidisch auf die Zapfsäule der Diesel-Tanker, die bei einem Preis von 80 Pfennig/Liter ihren 60-Liter-Tank mit weniger als 50 DM voll tanken konnten. Inzwischen gehören die Dieselfahrer nicht mehr zum privilegierten Kreis und schauen nun selbst neidisch auf eine andere Zapf-Säule. Auf der steht dann z.B.
Autogas: 57 Cent. Der Schweiß bricht einem aus, wenn man da mal nachrechnet, wie viel man sparen könnte, wenn man mit diesem Treibstoff fahren könnte. Aber was muss man tun, um Autogas fahren zu können?
Für den
Autogaseinbau benötigt man einen ganz normalen Otto-Motor. Dieselaggregate und Einspritzmotoren sind leider für die
Autogas-Technik nicht geeignet. Rein äußerlich erkennt man ein
Autogas-Fahrzeug höchstens an der zweiten Tanköffnung und dem kleinen Schalter am Armaturenbrett. Beim
Autogas-Betrieb wird für das Fahrzeug die „bivalente Betriebsweise" gewählt, d.h. der Benzintank bleibt erhalten. Und so ist das Umschalten zwischen beiden Kraftstoffen jederzeit möglich, auch während der Fahrt. Bei leerem Gastank lässt sich dann sofort das Benzin aus dem anderen Tank aktivieren. Diese bivalente Strategie bringt dem Fahrer automatisch eine viel größere Reichweite, da er ja mit einem Benzin- und einem Gastank ausgerüstet.
Die
Autogasanlage findet Platz im Motorraum und im Kofferraum. Meist wird der notwendige Gastank unter der Reserveradmulde unter dem Kofferraum eingebaut. Und wenn die Mulde groß genug ist, bleibt sogar der gesamte Kofferraum erhalten! Der Umbau kostet, je nach Fahrzeug zwischen 2000 und 2500 Euro. Bei einer
Spritkosten-Einsparung von ca. 50% kann sich jeder selber ausrechnen, wann sich der Umbau amortisiert hat.
Andreas Mettler