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Auslandspraktikum: Finanziert durch ein Stipendium

Autor: stefanie321 | Erstellt am: 12.07.2010 | Gelesen: 677
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Es gibt verschiedene Möglichkeitenm, sich ein Auslandspraktikum finanzieren lassen zu können. Beliebt sind Stipendien wie das LEONARDO da Vinci- oder das ERASMUS-Programm.

Das LEONARDO da Vinci Programm (für die berufliche Aus- und Weiterbildung) und das ERASMUS Programm (für den Hochschulbereich) sind zwei sehr gute, aber eher noch unbekannte Finanzierungsquellen für ein Auslandspraktikum. Sie laufen unter dem Konzept der Europäischen Union „Programm für lebenslanges Lernen" und LEONARDO ist laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) das größte Programm zur Förderung von Auslandsaufenthalten in der beruflichen Bildung. Es dient der Förderung von internationaler Berufskompetenz, die aus dem heutigen Arbeitsmarkt nicht mehr wegzudenken ist.
Das ERASMUS Programm hat dabei den Part für Praktika von Studenten in ausländischen Unternehmen vom LEONARDO da Vinci Programm übernommen und ermöglicht Praktika zwischen drei bis zwölf Monaten in einem anderen ERASMUS-Land.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist dabei die Nationale Agentur, die für die Vergabe der Stipendien zuständig ist. Meist hat auch jede Hochschule ein Büro des DAADs vor Ort – erkundigen lohnt sich also! Dort gibt es wertvolle Informationen zu Bewerbungsfristen mit und ohne Praktikumsplatz und einzureichende Unterlagen wie Immatrikulations-Bescheinigung, Fächerübersicht oder einem Motivationsschreiben. Jede Hochschule gibt diesbezüglich gern Informationen – man muss nur danach fragen!

Wer bereits eine Praktikumsplatzzusage erhalten hat, muss zunächst die Company Description und Job Description (ausgefüllt vom Betreuer im Unternehmen) beim zuständigen LEONARDO Büro einreichen (viele LEONARDO Büros haben auch Internetseiten, auf denen die Formulare zum Download bereitstehen!). Alle Unterlagen müssen dort vollständig vorliegen, erst dann wird die Bewerbung weiterbearbeitet und das Unternehmen sowie das Praktikum auf Förderfähigkeit geprüft. Bei positivem Ergebnis werden nachfolgend ein Placement Agreement und ein Training Agreement ausgestellt. Wenn diese Unterlagen von der Praktikumseinrichtung und der Bildungseinrichtung (sowie natürlich vom Praktikanten) unterschrieben beim LEONARDO Büro vorliegen, kann das Stipendium ausgezahlt werden.

Die Höhe der Förderung richtet sich dabei nicht nach dem Einkommen oder das der Eltern, im Gegenteil, den Maßstab bilden die Lebenshaltungskosten in dem jeweiligen Land. So ist es logisch, dass Studenten in osteuropäischen Ländern weniger bekommen, als bspw. in GB oder Spanien. Das Stipendium von bis zu vierhundert Euro monatlich wird in einer ersten Rate von 80% der Gesamtsumme ausgezahlt, die letzen 20% gibt es nach Beendigung des Praktikums, wenn alle Abschlussunterlagen fristgerecht eingereicht wurden.

Klingt recht einfach und das ist es auch. Der größte Vorteil gegenüber dem BAföG ist, dass das Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Auch hier lohnt sich also der Besuch beim örtlichen DAAD-Büro.

Weitere Stipendien:
Auf den Internetseiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gibt es eine Stipendiatendatenbank. Eine Suche unter der Kombination Wirtschaftswissenschaften, Spanien und Studierende werden 16 Förderprogramme angezeigt (Stand 12.04.2010), so z.B. das Programm „Kurzstipendien für Praktika im Rahmen von auslandsbezogenen Studiengängen". Neben einer Beschreibung, Bewerbungsvoraussetzungen, und –fristen, finden sich auch Angaben zur möglichen Stipendienhöhe und welche Unterlagen für eine Bewerbung benötigt werden. Für dieses Stipendium kann man sich bspw. bei einer gewünschten Praktikumsdauer von maximal 3 Monaten bewerben.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es wichtig ist, die Eigeninitiative zu ergreifen und sich Informationen bei den zuständigen Stellen einzuholen. Vom Rumsitzen kommt man auch nicht weiter!

Autor: Stefanie Richter (Spanish Work Exchange Programme)
 
 
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