Von dem ersten Kontakt bis zum Einzug der Pflegekinder in die Pflegefamilie vergeht nicht selten eine lange Zeit. Tagesbesuche werden zu Übernachtungsbesuchen, während derer die Pflegekinder die neue Familie und den neuen Wohnort kennen lernen können. Diese Geschichte beschreibt diesen Prozess von der Suche nach Pflegekindern bis zum Einzug. Sie ist Teil eines Internetblogs, das sich mit dem Schicksal traumatisierter Pflegekinder und deren Pflegeeltern beschäftigt.
Es gibt immer wieder Anlässe, aus denen Kinder aus ihren Familien genommen und in Heimen untergebracht werden. Die Gründe sind Vernachlössigung, Erziehungsunfähigkeit der Eltern oder Gewaltereignisse in der Familie. Erst sehr spät, wenn die Rückführung in die Herkunftsfamilie sich als aussichtslos erwiesen hat, wird für Heimkinder eine Pflegefamilie gesucht.
Pflegeeltern sind entweder in einem erzieherischen Beruf tätig oder müssen eine Ausbildung durchlaufen, bevor sie für die Pflege zugelassen werden. Aber obwohl Pflegeeltern dringlichst gesucht werden, heißt das nicht, dass Pflegeeltern schnell Pflegekinder vermittelt bekommen.Manchmal jedoch kann die Vermittlung nicht schnell genug gehen.
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass vor der Vermittlung in eine Pflegefamilie die Heimkinder ihre zukünftigen Pflegeeltern und den neuen Wohnort erst einmal über eine längere Zeit hinweg kennen lernen. Zunächst besuchen die in die engere Wahl genommenen Pflegeeltern die Kinder in regelmäßigen Abständen, bis sie erst für einen Tag und dann auch für eine längere Zeit bei den Pflegeeltern zu Gast sind. Dieses Verfahen soll verhindern, dass beide Parteien ach kurzer Zeit feststellen, dass sie nicht zu einander passen oder es Probleme im Zusammenleben gibt.
Der Internetblog "Ab jetzt vertraue ich niemandem" unter
traumakinder.wordpress.com beschreibt diese Zeit der Anbahnung mit allen Problemen aber auch schönen Momenten. Es ist eine Geschichte, die anschaulich beschreibt, mit welchen Schwierigkeiten Pflegeeltern und Pflegekinder zu kämpfen haben und auch scheitern können. Der Autor ist selbst Lehrer und Pflegevater und Kenner der Materie.