
Der Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga ist für die großen Vereine der zweiten Liga immer das erklärte Ziel. So auch beim Club aus der Domstadt. Für die Kölner sieht es, bei nur noch 5 verbleibenden Spielen und Platz zwei in der Tabelle sehr rosig aus. Trotzdem ist die Stimmung im Umfeld getrübt. Zu unklar ist die Situation.
Was wird aus dem Trainer? Was aus der Mannschaft? Kann das Team in der 1. Liga bestehen?So viele Fragen schwirren dem FC-Fans momentan durch den Kopf und jeder hat seine eigenen Ideen und Lösungen parat. Doch bei einem sind sich alle sicher – der FC steigt auf und der Trainer Christoph Daum verlässt den Club.
Wenn es nach den Willen der Fans geht würden sie am liebsten den „ZDF-Bundestrainer" Jürgen Klopp nach Köln holen. Es könnte klappen, wenn die Geißböcke gegen Mainz das letzte Heimspiel gewinnen und der Truppe von Klopp damit den Aufstieg vermiesen. Der junge Trainer bringt alles mit, was sie in der Domstadt brauchen. Neue Ideen, er lässt attraktiv spielen und kann sehr gut mit jungen Spielern umgehen. Er könnte ein schlagkräftiges Team aufbauen um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch will jemand wie Jürgen Klopp nach Köln?
Einen Trainer mit Format, wie z.B.: Jose Mourinho können sie beim FC nicht bezahlen. Er wird also nur ein Traum der Fans bleiben. Aber zum Glück gibt es ja momentan viele Trainer ohne Arbeitsplatz. Mirko Slomka wurde vor kurzem auf Schalke entlassen und der Rauswurf von Dortmunds Thomas Doll ist nur eine Frage der Zeit. Auch ein Hans Meyer wäre eine Idee. Ein Name der nicht genannt wird ist Falko Götz. Er ist ein junger Trainer und hat schon bei der Hertha aus Berlin gezeigt, was in ihm steckt. Er wäre, wenn Klopp nicht will, wohl die günstigste und beste Lösung für die Geißböcke.
Egal wer Trainer wird. Es wird sicherlich nicht einfach werden eine Mannschaft zu formen, die die Klasse halten kann. Zu schwer scheint der Abgang von Torjäger Patrick Helmes zu wiegen und auch sein Sturmpartner Milivoje Novakovic scheint den Verein verlassen zu wollen. Mathias Scherz ist mit seinen 36 Jahren lange über seinen Zenit. Es wird also mindestens ein Stürmer von Format gebraucht, besser zwei.
Im Mittelfeld ist der Bedarf ebenfalls hoch. Neben Roda Antar und Thomas Broich fehlen zwei erfahrende Spieler um in der Eliteklasse bestehen zu können. Entspannter ist die Lage in der Abwehr. Neben den erfahrenen Spielern Kevin McKenna, Youssef Mohammad, Ümit Özat und Aleksandar Mitreski haben die jungen Talente Kevin Schöneberg und Tobias Nickenig Zeit sich zu entwickeln. Die Torwartposition ist mit Faryd Mondragon erstklassig besetzt und mit Thomas Kessler steht auch schon ein ehrgeiziger Nachfolger hinter ihm.
Das größte Problem liegt jedoch nicht in der Mannschaft, sondern in den Medien. Der 1.FC Köln muss einen Trainer finden, der mit den meist sehr hohen Wünschen der Kölner Medienlandschaft klarkommt und zudem ein Team aufstellen kann, dass den Klassenerhalt schafft. Alles weitere wäre nur Wunschdenken. Doch noch sind 5 schwere Spiele zu absolvieren. Vermutlich weiß man erst nach dem letzten Spieltag wohin der Weg den 1.FC Köln führt und wer sie als Trainer betreut. Wer weiß, vielleicht bleibt Christoph Daum ja doch und stellt sich dem „Abenteuer Bundesliga".
Autor: Sebastian Bork