In der Landschaft der neuen Auktionshäuser am Tag X nach Ebay tummeln sich doch mittlerweile einige Portale, die verschiedenste Auktionsmodelle anbieten. Informiert man sich nun über diese Portale näher im großen Lexikon Google, kann man eine große Anzahl an Berichten und Testergebnissen zu diesen Portalen finden. Viel berichtet wird hier über ein sehr interessantes Auktionsmodel, was als Grundlage ein meist technischen Artikel wie zum Beispiel eine Sony Playstation 3 hat. Dieser Artikel wird zu einem Startpreis von 0 Euro und einer Restlaufzeit von etwa 2 Stunden eingestellt. Möchte man diesen Artikel nun ersteigern, kann man kostenpflichtig Gebote auf diese Auktion abgeben. Durch die Abgabe des Gebotes erhöht sich der Auktionspreis um 1 Cent und die Restlaufzeit erhöht sich um 20 Sekunden. Läuft die Restlaufzeit ohne ein weiteres Gebot ab, ist die Auktion beendet und der letzte Bieter ist Gewinner der Auktion.
Dieses Auktionsmodel was auch von dem Auktionshaus Maxodo angeboten wird, wirft in vielen Foren und Beiträgen Fragen und jede Menge Diskussionsstoff auf. Eine nicht unerhebliche Anzahl an negativer und doch zu weilen belegloser Kritik, die oftmals wohl einem Frust nach verlorenen Auktionen zuzusprechen ist, kann man auf vielen Webseiten nachlesen. Hierbei wird häufig die Sicht des Portalbetreibers erläutert, der durch eine hohe Anzahl an Geboten eine Menge und oft mehr an einer Auktion verdient, als das versteigerte Produkt wert ist. Das dabei der Begriff Abzocke in den Vordergrund rückt, ist für meine Begriffe ein wenig übereilt. Hält man sich die Möglichkeit vor Augen, mit nur einem abgegebenen Gebot ein Produkt erwerben zu können und dabei eine Menge Geld zu sparen, übertreibt der Begriff Abzocke doch ein wenig. Das ganze Konstrukt setzt im weiteren Sinne natürlich eine gewisse Selbstdisziplin voraus. Ähnlich wie auf dem Portal Ebay ist es auch auf Auktionshäusern wie Maxodo ratsam, sich ein Limit zu setzen und dieses auch nicht zu überschreiten.
Eine weitere Parallele zu Ebay ist, dass auch hier ein wenig Glück und „Die Gunst der Stunde" zu einem Auktionsgewinn beitragen. Denn die Mitkonkurrenten sind maßgeblich am Ausgang der Auktion beteiligt. Einfach gesagt: Habe ich einen Mitbieter, der bereit ist genau so viel Geld zu investieren wie ich, zum selben Zeitpunkt, kann der Preis höher gehen als erwartet. Weniger verstehen kann ich Bieter, die sowohl bei Ebay als auch bei Maxodo schon in relativ niedrigen Preisbereichen alles an Geboten verschießen, was sie haben. Denn betrachtet man den Ausgang der meisten Auktionen zu begehrten Produkten, muss man doch feststellen, dass durch eine hohe Nachfrage diese Produkte häufiger höher im Endpreis auslaufen. Dieser Sachverhalt sagt mir, steig erst im oberen Preissegment mit ein und deine Chance erhöht sich um ein Vielfaches. Das Ganze hat allerdings den Nachteil, dass es sehr Zeitintensiv ist und eine gesonderte Beobachtung mehrerer Auktionen voraussetzt. Was am Ende einer Auktion beim Portalbetreiber hängen bleibt interessiert mich nicht, solange er nicht mehr von mir hat als ich von ihm.
Diese Strategie hat mir auf Maxodo bisher einen Flachbildschirm und eine Armbanduhr beschert, bei einem etwa investierten Budget von 338 Euro + 80 Gewonnene Freigeboten. Die Chance, ein Produkt zu ersteigern, ist um ein Vielfaches höher, als am Mittwoch oder Samstag an einem Glücksspiel namens Lotto teilzunehmen und dem Staat einen Haufen Geld in den Rachen zu werfen, oder gar auf überbezahlte Fußballer zu setzten, die anhand von Tagesformen Spiele und somit Wetten entscheiden.
Mein Fazit: Ich halte Maxodo und ähnliche Portale nicht für Abzocke, eher für eine clevere Geschichte. Maxodo bietet mir die Möglichkeit Produkte sehr günstig zu beziehen und legt dabei alle dafür entstehenden Kosten offen dar. Ich kann also jederzeit selbst entscheiden, wie weit ich gehe und was ich bereit bin zu riskieren. Definitiv gehört auch Glück dazu, was man durch ein wenig Strategie und kontrolliertes Verhalten jedoch beeinflussen kann.
Steffen Möller