Als Augentropfen bezeichnet man eine Form eines Arzneimittels zur Anwendung am Auge. Der enthaltene Arzneistoff kann durch das Eintropfen in das Auge und seiner wässrigen Form lokal am besten seine Wirkung entfalten. Die klassischen Anwendungsgebiete für Augentropfen sind die Behandlungen von Trockenheit und Reizungen des Auges, Grüner Star sowie Bindehaut- und Hornhautentzündungen.
Auf äußere Reizungen, bei allergischen Reaktionen oder auf das Eindringen von Krankheitserregern reagieren die Schleimhäute von Auge und Nase mit Rötungen, Anschwellen und Absondern von großen Flüssigkeitsmengen. Man sollte aber nicht allzu sehr beunruhigt sein, da diese Reaktion der körpereigenen Abwehr dient und den Abtransport von Reizstoffen oder Krankheitserregern beschleunigen soll. Sie entsteht durch eine Erweiterung der Blutgefäße in den Schleimhäuten.
Tetryzolin zählt zur großen Gruppe der Arzneistoffe mit adrenalinähnlicher Wirkung (Sympathomimetika). Der Wirkstoff hat jedoch nur eine eingeschränkte Wirkung des Adrenalins: Er wirkt gefäßverengend auf die Blutgefäße der Schleimhäute. Als Bestandteil von Augentropfen bewirkt er eine Verengung der feinen Blutgefäße in der Bindehaut. Unangenehme Schleimhautschwellungen bilden sich dadurch zurück, Juckreiz und Fremdkörpergefühl lassen nach, und Rötungen verschwinden. Während der Behandlung mit Augentropfen sollten keine weichen Kontaktlinsen getragen werden. Harte Kontaktlinsen sollten Sie vor dem Eintropfen herausnehmen und erst nach 15 Minuten wieder einsetzen. Ausnahme: Bei Anwendung von konservierungsmittelfreien Arzneiformen können Kontaktlinsen getragen werden. Bei diesen speziellen Zubereitungen ist die Dosis für einen Tag in einer eigenen Plastikpipette verpackt. Bei der Behandlung mit Augensalben ist das Tragen von Kontaktlinsen generell nicht möglich.
Bei Kindern unter 2 Jahren und bei Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck sollten aber keine Augentropfen mit Tetryzolin angewandt werden. Auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Wie bei allen Medikamenten, kann es auch bei Augentropfen zu Nebenwirkungen kommen. Der Patient muss wissen, dass in den Beipackzetteln immer nur die wichtigsten und bekanntesten Nebenwirkungen aufgelistet werden. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht. Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie eine allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Apotheker. Einige der bekanntesten Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Herzklopfen sein. Häufig wird auch von verschwommenen Sehen bei der Anwendung von Augentropfen berichtet, da die Augen und die Bindehaut gereizt werden.
In der Regel wird von der Einnahme von
Augentropfen abgeraten, wenn der Patient auch Medikamente gegen Depressionen einnimmt, da es zu einem Anstieg des Blutdruckss kommen kann.