In einer Petition an den Deutschen Bundestag wird der Gesetzgeber aufgefordert, nur noch konservierungsmittelfreie Augentropfen in Einzeldosen und kleinen Verpackungen zuzulassen. Seitens des Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA wird bestätigt, dass Benzalkoniumchlorid das am häufigsten verwendete Konservierungsmittel in Augentropfen ist und Allergien hervorrufen kann. Benzalkoniumchlorid ist unter aufgeklärten und gut informierten Patienten als Allergie-Schreck bestens bekannt, da viele dieser Patienten aufgrund ihrer Augenerkrankungen ein lebenlang auf Augentropfen angewiesen sind. Daher sind mögliche Schäden und Nebenwirkungen wie Allergien und Schädigungen der Hornhaut sowie Trockene Augen für diese Patienten nicht akzeptabel.
Es ist heute Stand der Technik, Augentropfen ohne Konservierungsstoffe in Einzeldosisbehältnissen abzufüllen. Bei einer generellen Umstellung auf Einzeldosis-Lösungen dürfte es eigentlich auch keine wirtschaftlichen Einbußen bei der Herstellung geben.
Die Gefahr von bakteriellen Infektionen wird gerade durch die veralteten Mehrdosenbehältnisse gefördert. Die Einzeldosen sind auch in ihrer Handhabung steriler und hygienischer. Die Frage stellt sich also, warum es immer noch Mehrdosenbehältnisse gibt und nicht alle Augentropfen auf Einzeldosen umgestellt werden. In Deutschland unterstützen viele Augenärzte und Initiativen sowie Internetforen die Petition. Engagierte Anhhänger der Petition hoffen, dass EU weit in spätestens 5 Jahren keine konservierungshaltigen Augentropfen mehr zugelassen werden. Da nur der Gesetzgeber die allgemein gültigen Voraussetzungen für eine Zulassung von konservierungsfreien Augentropfen schaffen kann, werden auch entsprechende Eingaben an das europäische Parlament vorbereitet. Wichtig sind natürlich die großen Pharma-Konzerne, die es gilt, ins Boot zu ziehen.
Die in Augentropfen enthaltenen Wirkstoffe und Konservierungsmittel können zu Augenreizungen, roten Augen, Allergien und anderen Beschwerden führen. Besonders betroffen sind Glaukom- Patienten, die wegen der chronischen Erkrankung ihre Augentropfen oft lebenslang nehmen müssen.
Auf dem Markt sind derzeit eine Vielzahl von Augentropfen- Produkten zu finden. Für den betroffenen Laien ist diese Menge von Medikamenten nicht überschaubar. Die Augentropfen werden zwar von den Ärzten verschrieben, aber ein aufgeklärter Patient ist für ein vertrauenvolles Miteinander zwischen Arzt und Patient sicherlich ein großer Vorteil.
Um eben diese Aufklärung zu leisten, haben sich etliche Foren im Internet gebildet, in denen Augenärzte ihre Empfehlungen einbringen und betroffene Patienten ihre Erfahrungen schildern können. In den Foren geht es häufig um die Risiken und Nebenwirkungen bei Augentropfen. Betroffene Patienten möchten auf konservierungsfreie Augentropfen hinweisen und die Risiken von Betablocker - Augentropfen aufzuzeigen. Die Betroffenen gehören häufig verschiedenen Initiativen und Foren an und hoffen, auf diesem Wege möglichst viele Informationen bereitstellen zu können. Falls Sie selbst zu Allergien neigen und Augentropfen verschrieben bekommen, ist es ratsam, den Arzt um konservierungsfreie Augentropfen zu bitten.