Es gibt viele verschiedene Einsatzgebiete für Augentropfen. Die bekanntesten Anwendungsgebiete für Augentropfen sind die Behandlung von Trockenheit und Reizungen des Auges, der Grüne Star, die Bindehautentzündung und die Hornhautentzündung. Bei einem Hornhautgeschwür besteht die Gefahr einer Perforation. Hier ist eine intensive Behandlung mit Antibiotika und Augentropfen angesagt. Anfangs wird mit verschiedenen Augentropfen gleichzeitig im Abstand von wenigen Minuten behandelt. Sobald die Erreger bestimmt sind, muss mit dem höchstwirksamen spezifischen Antibiotikum, vorteilhafterweise mit einer höher als normal konzentrierten Anwendung, sogenannten verstärkten Augentropfen, weiter behandelt werden. Ist das Augeninnere bereits gereizt, sollte die Pupille mit pupillenerweiterenden Mitteln in Tropfenform ruhiggestellt werden. Erst nach zwei bis drei Tagen kann die Behandlung mit kortisonhaltige Augentropfen ergänzt werden.
Bei bakteriell ausgelösten Bindehautentzündungen werden die Patienten in der Regel vom Augenarzt mit antibiotikahaltigen Augentropfen behandelt. Gegen virale Entzündungen gibt es keine ursächliche Therapie. Oft setzt der Augenarzt hier zur Behandlung aber kortisonhaltige Tropfen ein, die eine abschwellende Wirkung haben.
Eine weitverbreitete Krankheit ist der Grüne Star oder auch Glaukom. Unter diesem Begriff fasst man sämtliche Augenerkrankungen zusammen, bei denen
in der Regel ein erhöhter Druck im Inneren des Auges den Sehnerv schädigt. Bei unzureichender Behandlung können sie zu Sehstörungen führen, bei denen das Gesichtsfeld eingeschränkt ist oder der Patient sogar erblindet.y Am häufigsten kommt das primäre Offenwinkelglaukom vor. Die Erkrankung schädigt langsam und dauerhaft den Sehnerv, wobei die Betroffenen lange Zeit keine Beschwerden verspüren. Wird die Erkrankung früh erkannt, lässt sie sich mit Augentropfen gut behandeln. Ist eine Therapie des Glaukoms mit Augentropfen nicht ausreichend, behandelt man den Grünen Star mit Laser oder operativ.
Das akute Glaukom ist eine weitere Form des Grünen Stars. Bei einem akuten Glaukom liegt ein augenärztlicher Notfall vor, der eine sofortige Behandlung erfordert. Das betroffene Auge ist steinhart und rot und der betroffene Patient klagt über Schmerzen und Sehstörungen. Bei sofortiger Behandlung des akuten Glaukoms stehen die Chancen für eine erfolgreiche Heilung sehr gut. Wird allerding das akute Glaukom nicht behandelt, kann es zur Erblindung führen. Das primäre Offenwinkelglaukom behandelt man mit Augentropfen, die den Augendruck senken. Es gibt viele verschiedene Augentropfen mit unterschiedlichen Wirkstoffen, die aber recht gut miteinander kombiniert werden können.
Senken die
Augentropfen den Augeninnendruck nicht, hilft in einigen Fällen eine Laserbehandlung. Allerdings senkt die Lasertherapie den Druck nur gering und nicht dauerhaft. Dann hilft nur noch eine Operation, bei der Chirurg einen künstlichen Abfluss für das Augenwasser schafft.