Der enthaltene Arzneistoff kann durch das Eintropfen in das Auge und seiner wässrigen Form lokal am besten seine Wirkung entfalten. Die klassischen Anwendungsgebiete für Augentropfen sind die Behandlungen von Trockenheit und Reizungen des Auges, Grüner Star sowie Bindehaut- und Hornhautentzündungen. Zu Beginn der Glaukomtherapie sind Augentropfen die wichtigste Form der Behandlung zur Senkung des Augeninnendrucks. Werden sie nicht richtig getropft, können sie nicht wirken und das kann das Glaukom verschlimmern. Etwa die Hälfte aller Glaukompatienten verwendet Augentropfen nicht korrekt.
Manche Patienten vergessen eine oder mehrere Anwendungen. Andere denken zwar an die Einnahme, tropfen aber falsch. Die Tropfen werden nicht richtig auf die Augenoberfläche aufgebracht oder sie werden durch übermäßiges Zwinkern wieder ausgewaschen. Viele Patienten glauben fälschlicherweise, dass zwei oder mehr Tropfen des selben Medikaments wirksamer sind als nur ein einzelner. Eine höhere Dosis als verschrieben kann jedoch zu einer Medikamentenüberdosis mit entsprechenden unerwünschten Wirkungen führen.
Der Augenarzt verbindet mit dem Ausstellen eines Rezeptes gewisse Erwartungen an seinen Patienten. Er erwartet, dass Sie Ihre Augentropfen zuverlässig nehmen. Augentropfen können - wie auch alle anderen Medikamente - nur dann wirken, wenn sie regelmäßig und korrekt entsprechend der ärztlichen Empfehlung angewendet werden.
Misserfolge bei der medikamentösen Behandlung sind häufig auf die inkorrekte Anwendung der Augentropfen zurückzuführen. Insbesondere Glaukompatienten scheinen sich aus verschiedenen Gründen häufig nicht an die Vorgaben ihres Arztes zu halten.
Sagen Sie daher Ihrem Arzt unbedingt, falls Sie vergessen haben, Ihr Medikament einzunehmen, oder wenn Sie glauben, etwas vielleicht nicht ganz korrekt gemacht zu haben. Bei Kindern unter 2 Jahren und bei Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck sollten keine Augentropfen mit Tetryzolin angewandt werden. Auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden. Wie bei allen Medikamenten, kann es auch bei Augentropfen zu Nebenwirkungen kommen. Der Patient muss wissen, dass in den Beipackzetteln immer nur die wichtigsten und bekanntesten Nebenwirkungen aufgelistet werden. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht. Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie eine allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Apotheker. Einige der bekanntesten Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Herzklopfen sein. Häufig wird auch von verschwommenen Sehen bei der Anwendung von Augentropfen berichtet, da die Augen und die Bindehaut gereizt werden. Auch bei der Einnahme von Medikamente gegen Depressionen werden keine Augentropfen verschrieben.