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Augentropfen gegen Konjunktivitis oder Bindehautentzündung, Teil 2

Autor: amoblink | Erstellt am: 29.04.2010 | Gelesen: 3766
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Hie einige weitere Ursachen, die Konjunktivitis auslösen können

Wie gesagt ist Konjunktivitis oder Bindehautentzündung eine weitere Krankheit, die man mit Augentropfen behandeln kann. Hie einige weitere Ursachen, die Konjunktivitis auslösen können. Bei vielen Kinderkrankheiten, wie Masern, Röteln oder Windpocken, können virale Bindehautentzündungen als so genannte Begleitkonjunktivitis auftreten. Hier muss die Grundkrankheit behandelt werden. Keratoconjunctivitis epidemica wird durch ein Adenovirus verursacht. Die Behandlung ist symptomatisch, mit adstringierenden Augentropfen und allgemeinen Schmerzmitteln.

Bindehautentzündung kann auch durch Parasiten ausgelöst werden. Loiasis (Loa-loa-Infektion oder Filaria-loa-Infektion) kommt im tropischen West- und Zentralafrika vor und wird durch den Fadenwurm Loa loa ausgelöst, der bis zu sieben Zentimeter lang werden und mit dem bloßen Auge unter der Bindehaut gesehen werden kann. Die Behandlung erfolgt durch Entfernen der Würmer mit einer Pinzette unter lokaler Betäubung. Ohthalmomyiasis (Larven-Konjunktivitis) kommt in Regionen mit tropischem oder subtropischem Klima, wie Mittel- und Südamerika, vor und wird durch Fliegeneier unter der Bindehaut verursacht.

Selten werden Bindehautentzündungen durch Pilze verursacht. Die Behandlung erfolgt mit einer lokalen Anwendung von Antimykotika. Bindehautentzündung kann auch von Allergien verursacht werden. Conjunktivitis phlyctaenulosa et scrofulosa zeichnet sich durch das periodische Auftreten einer bakteriell-allergischen Bindehaut- und Lidentzündung mit kleinen, milchig-glasigen, grauen Knötchen aus Lymphozyten und Plasmazellen (sogenannten Phlyktänen) aus. Die Knötchen verschwinden ohne weitere Komplikationen innerhalb von wenigen Tagen wieder, aber es kommt sehr oft zu Rückfällen. Phlyktänen können auch an der Hornhaut auftreten, was zur Vernarbung der Hornhaut führt. Die Behandlung erfolgt durch glukokortikoidhaltige Augentropfen und durch die Bekämpfung der Grundkrankheit, wie der Tuberkulose.

Der Frühjahrskatarrh (Conjunktivitis vernalis) steht wahrscheinlich mit Allergien im Zusammenhang. Er tritt meist im Frühjahr und im Herbst auf. Die Bindehaut ist insbesondere an den Oberlidern oder rund um die Hornhaut rötlich verfärbt und pflastersteinartig verändert. Hier besteht eine Gewebevermehrung mit reichlich eosinophilen Granulozyten. Symptomatisch ist ein Fremdkörpergefühl. Die Behandlung erfolgt mit cromoglicinsäurehaltigen Augentropfen zur Hemmung der Histaminfreisetzung aus den Mastzellen (Mastzelldegranulation), systemischen Antihistaminika oder lokal wirksamen steroidhaltigen Medikamenten. Manchmal muss die Gewebevermehrung operativ entfernt werden.

Die Ursache der gigantopapillären Konjunktivitis ist jahrelanges Tragen von weichen Kontaktlinsen oder Glasaugen. Als allergische Reaktion gegen denaturierte Eiweiße auf der Oberfläche der Kontaktlinsen oder des Glasauges treten auf der Bindehaut des Oberlids typische pflastersteinartige (gigantopapilläre)Veränderungen auf. Solange die Entzündung anhält, dürfen Kontaktlinsen oder Kunstauge nicht getragen werden. Danach müssen sie neu angepasst werden.

Conjunktivitis allergica liegt eine Allergie, wie gegen Staub, Make-up, Pollen oder Medikamente, zu Grunde, also eine Überempfindlichkeit gegen ein bestimmtes Antigen (Allergen). Symptome sind starker Juckreiz, vermehrter Tränenfluss, Lidschwellung und vermehrt Eosinophile Granulozyten in der Tränenflüssigkeit. Als Therapie empfehlen sich die Vermeidung des auslösenden Antigens, Unterbrechen der allergischen Reaktion durch cromoglicinsäurehaltige Augentropfen und lokal angewendete und entzündungshemmend wirkende Glukokortikoide.

>> Teil 1: Augentropfen gegen Konjunktivitis oder Bindehautentzündung
 
 
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