Ein häufig auftretendes Augenleiden, das intensive A
ugenpflege erfordert, ist das
Gerstenkorn, lat. Hordeolum, das fast jeden Menschen im Laufe der Jahre wieder und wieder heimsucht. Was hat es nun mit dieser überaus lästigen und das menschliche Angesicht entstellenden Erkrankung auf sich?
Der medizinische Begriff Hordeolum für Gerstenkorn kommt von der botanischen Bezeichnung für Gerste, Hordeum. Es heißt soviel wie "ein kleines Korn Gerste.
Was ist denn nun ein Gerstenkorn genau, und was sind die Symptome?
Ein Gerstenkorn ist eine Entzündung der Drüsen der Augenlider. Meist handelt es sich dabei um eine eitrige Entzündung. Ein Gerstenkorn ist somit gewissermaßen ein Pickel am Auge. Die Symptome des Gerstenkorns sind eine schnell auftretende Entzündung, eine lokale Rötung und eine schmerzhafte und mitunter eitrige Schwellung. Ein Gerstenkorn ist nicht identisch mit einem Hagelkorn (Chalazion), was eine chronische und schmerzlose granulomatöse Entzündung der Meibom-Drüsen ist.
Was für verschiedene Arten von Gerstenkörnern gibt es?
Nun, man unterscheidet zwischen Hordeolum externum und Hordeolum internum. Ein Hordeolum externum ist eine Erkrankung der Moll-Drüsen, was Schweißdrüsen sind, oder der Zeis-Drüsen, was Talgdrüsen sind. Hier geht, wie der Name schon sagt, der Eiterdurchbruch nach außen. Ein Hordeolum internum ist eine Erkrankung der Meibom-Drüsen, was Talgdrüsen am Lidrand sind. Hier geht, wie der Name schon sagt, der Eiterdurchbruch nach innen.
Wodurch wird ein Gerstenkorn verursacht?
Ein Gerstenkorn wird meist durch eine Staphylokokken-Infektion verursacht. Hierbei heißt der Schuldige in 90-95 % aller Fälle Staphylokokkus aureus. Manchmal wird ein Gerstenkorn aber auch durch eine Streptokokken-Infektion hervorgerufen.
Was kann man zur Vorbeugung gegen Gerstenkörner tun?
Infektionen wie Gerstenkörner sind eine Frage der Augenhygiene. Man sollte nie mit ungewaschenen oder gar schmutzigen Fingern in die Augen, an die Augen oder auch nur in die Näher der Augen fassen. Auch sollte man sich überlegen, ob man wirklich Kontaktlinsen und Make-up tragen muss, da beides Risikofaktoren für Gerstenkörner sind. Warum auch? Eine geschmackvolle Brille hat noch niemandem geschadet, und Augen-Make-up lässt einen doch nur wie ein Zombie oder ein Waschbär aussehen und zieht bestenfalls Prolls an.
Und wenn man sich doch mal ein Gerstenkorn einfängt, was kann man dagegen tun?
Ein Gerstenkorn wird im Allgemeinen mit desinfizierender und antibiotischer Augensalbe oder Augentropfen behandelt. Auch trockene Wärme (Rotlicht) kann helfen. Von feuchter Wärme, wie heißen Umschlägen, ist allerdings strikt abzuraten. Sie würde die Haut nur aufweichen und es somit den Krankheitserregern erleichtern, sich auszubreiten. Dieses Hausmittel schadet, wie die meisten Hausmittel, mehr, als dass es nützt.
Ein Gerstenkorn platzt nach einiger Zeit selbständig auf; wenn nicht, kann der Arzt es öffnen. Von Augenpflege durch Ausdrücken des Gerstenkorns wird wie bei Pickeln abgeraten.