Augenlasik
Augenlasik bezeichnet ein refraktiv-chirurgisches Verfahren, bei dem die Hornhaut der Augen mit einem speziellen Excimer-Laser verändert wird. Mit der Augenlasik können weithin bekannte Sehfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung präzise korrigiert werden. Damit stellt das Verfahren der Augenlasik eine interessante und ernstzunehmende Alternative zu den Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen dar. Augenlasik ist eines der bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Augenlaser-Verfahren. Lasik steht für laser in situ keratomileusis und definiert ein Verfahren, bei dem im ersten Vorgang die Hornhaut des Augenlasik-Patienten teilweise eingeschnitten wird. Der präzise Einschnitt erfolgt bei der traditionellen, klassichen Lasik mit einem Präzisionsmesser, welches in der medizinischen Fachsprache auch Mikrokeratom genannt wird.
Bei der sogenannten Femto-Lasik erfolgt der Einschnitt in die Hornhaut mit einem zweiten Typ von Laser, nämlich dem extrem schnellen Femtosekundenlaser. Der Femtosekundenlaser erzeugt im Rahmen der Augenlasik im Innern des Hornhautgewebes einen unterirdischen Schnitt. Bei beiden Formen der Augenlasik ist das Resultat jeweils ein dünnes Hornhautscheibchen, welcher häufig auch als Hornhautflap bezeichnet wird. Diese feine Hornhautlamelle wird dann im zweiten Vorgang der Augenlasik von dem Augenlaserchirurgen weggeklappt. Die sich unter dem Hornhautflap befindlichen Schichten des Hornhautgewebes werden dann mit dem Excimer-Laser behandelt. Durch die Laserstrahlen werden winzige Teil des Hornhautgewebes abgetragen, um die Brechkraft der Hornhaut zu korrigieren. Das Ziel bei einer Augenlasik-Behandlung ist, dass nach der Augenlasik-OP in das Auge einfallende Lichtstrahlen wieder korrekt auf die Netzhaut fokussiert werden. Das Resultat im Anschluss an die Augenlaser-OP ist eine scharfe und klare Sicht ohne Brille und Kontaktlinsen.
Die Augenlasikoperation ist mittlerweile ein Routineeingriff und zählt weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. Über 20 Millionen Menschen haben sich in den zurückliegenden 20 Jahren bereits einer Augenlasik-OP unterzogen, um ihre Brille endgültig loszuwerden. Die Lasik-OP ist eine ambulanter chirurgischer Eingriff, der es nicht erfordert, dass der Augenlaser-Patient über Nacht in der Klinik verweilen muss. Nach der Augenlasik-OP erholt sich der Patient für circa zwanzig bis dreissig Minuten. Dann kontrolliert der Augenlaser-Chirurg den Erfolg der Operation. Das bedeutet der Arzt überprüft, ob der Hornhautflap korrekt sitzt und transparent ist. Darüber hinaus wird festgestellt, ob der Lasik-Patient ausgeprägte Symptome eines trockenen Auge hat. Im Falle sehr trockener Augen erhält der Patient zusätzlich zu den antibiotischen und kortisonhaltigen Augentropfen ein spezielles Tränenersatzmittel. Symptome trockener Augen dauern in der Regel drei bis sechs Monate an. Trockene Augen können mit diesen speziellen künstlichen Augentränen relativ gut behandelt werden.
Der Heilungsprozess einer Augenlasik-OP verläuft relativ schnell. Während der Patient in den ersten Stunden nach der Operation alles noch recht verschwommen sieht, ist die neu gewonnene Sehschärfe am nächsten Tag bereits sehr gut und scharf. Viele der Augenlasik Patienten erreichen am Folgetag der Operation bereits eine Sehschärfe von hundert Prozent.
Mathias