Augenlaserbehandlungen gehören mittlerweile zu den modernsten
Operationsmethoden, um Sehschwächen zu korrigieren. In der Fachsprache wird auch von refraktiver Chirurgie gesprochen. Diese Art der Augenheilkunde umfasst ein breites Behandlungsspektrum. Ein gängiges Verfahren ist z.B. die In Situ Keratomileusis (
LASIK), die sich aus insgesamt vier Behandlungsschritten zusammensetzt. Zunächst wird die Dicke der Hornhaut gemessen, um diese in einem zweiten Schritt zusammen mit dem schmerzempfindlichen Epithel vom Auge abzulösen. Im dritten Schritt kommt dann der Laser zum Einsatz, der die notwendige Korrektur durchführt. Zum Schluss wird die Hornhaut wieder zurückgeschlagen. Das Epithel wächst innerhalb von einigen Tagen wieder vollständig an, wobei die gesamte Hornhautschicht erst nach einigen Wochen vollständig verheilt ist.
Eine seit 2001 angewendete Methode der LASIK ist die sogenannte
Femto-LASIK. Dabei wird eine Art Glas auf das Auge gesetzt. Danach werden ultrakurze Lichtimpulse von einigen 100 Femtosekunden auf das Auge gesendet. Dabei wird vom Laser in einer vorher genau berechneten Tiefe ein Schnitt erzeugt. Durch die Aussendung von Lichtimpulsen werden kleine Blasen erzeugt und so das Hornhautgewebe getrennt. Alle folgenden Schritte gleichen dem klassischen LASIK-Verfahren. Der Vorteil einer solchen
Augenlaserbehandlung ist die problemlose Korrektur eines fehlerhaften Schnittes. Zusätzlich können Schnitte exakter positioniert werden.
LASIK unterscheidet sich von LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis) in der Behandlungsart. Diese Variante der
Augenlaserbehandlung findet bei Personen mit zu dünner Hornhautschicht des Auges Anwendung. Bei einer LASEK-OP wird das Epithel mittels einer chemischen Lösung aufgelöst. Danach kann ebenso wie bei der LASIK-Methode behandelt werden. Das Epithel wächst innerhalb von vier Tagen wieder zu. Diese Behandlungsart ist zwar wesentlich sanfter, jedoch nach der
Augenlaserbehandlung schmerzintensiver.