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Augenlaser LASIK: Was müssen Sie wissen?

Autor: mweber | Erstellt am: 14.03.2011 | Gelesen: 679
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Alles über LASIK - die Antworten zu den wichtigsten Fragen

Augenlaser LASIK
Augenlaser LASIK

1. Kann man nach der Augenlaserbehandlung blind werden?

Vor der Durchführung der LASIK Operation wird mit Ultraschall die Dicke der Hornhaut gemessen. Der Hornhautabtrag mit dem Laser wird so berechnet, dass eine ausreichende Hornhautdicke bestehen bleibt. Die Eindringtiefe des Excimer-Lasers ist äußerst gering, so dass eine Beeinträchtigung der Linse und der Netzhaut ausgeschlossen ist.

2. Kann der Laser ein Loch ins Auge brennen?

Nein. Die Behandlung mit dem Laser erfolgt computergesteuert und darüber hinaus wird die Operation vom Operateur und den Assistenten kontrolliert. Jederzeit kann der Ablauf unterbrochen und wieder aufgenommen werden. Das Lasergerät ist außerdem mit einem sogenannten Blickverfolgungssystem ausgestattet (eye tracking), welches gewährleistet, dass die zu behandelnde Zone der Hornhaut immer im Mittelpunkt liegt. Das bedeutet, falls der Patient während der Behandlung das Auge bewegt, stellt sich der Laser automatisch nach.

3. Wie oft ist eine Laserung pro Auge möglich?

Mehrmals ist eine Laserung möglich. Die Restdicke der Hornhaut liefert Informationen darüber, ob eine weitere Laserung möglich ist. Ist die Hornhaut nach wie vor ausreichend dick, steht einer zweiten oder dritten Laserung nichts im Wege.

4. Gibt es eine Altersgrenze?

Prinzipiell nein, aber man sollte das Einsetzen der Altersfehlsichtigkeit (Presbyopie) ab ca. Mitte 40 bei der Planung der Augenlaserbehandlung mit einbeziehen. Durch eine Lasik Operation wird der Patient normalsichtig gemacht. Das bedeutet, dass ältere kurzsichtige Patienten nach der Operation aller Wahrscheinlichkeit nach eine Lesebrille benötigen werden.

5. Kann Altersweitsichtigkeit mit dem Laser korrigiert werden?

Ein Verfahren für die Behandlung der Alterweitsichtigkeit ist die sogenannte Monovision-Lasik. Zielsetzung der Monovision ist es, das domiante Auge für das Sehen in der Ferne und das andere Auge für das Sehen in der Nähe zu optimieren. Damit dieses Auge in der Nähe gut sehen kann, muss es auf eine leichte Kurzsichtigkeit von -0,5 Dioptrien bis -1,5 Dioptrien eingestellt werden. Voraussetzung für die Monovision-Lasik ist das perfekte Zusammenspiel beider Augen. Um dieses zu testen, ist eine Simulation des Ergebnisses der Monovision notwendig (z.B. mit Kontaktlinsen).

6. Gibt es Nebenwirkungen?

Das LASIK Verfahren ist ein äußerst sicheres und schonendes Verfahren. Seit 1998 ist es wissenschaftlich anerkannt, was bedeutet, dass, durch Studien belegt, die Vor- und Nachteile des Verfahrens weitestgehend bekannt sind, der Anwendungsbereich klar umschrieben werden kann und Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen. Es wurde nachgewiesen, dass die Lasik sicherer ist, als das Tragen von weichen Kontaklinsen.

Durch den chirurgischen Eingriff ist die Sensibilität der Hornhaut anfangs reduziert. Als Folge ist es möglich, dass das Auge vorübergehend nicht mehr genügend Tränenflüssigkeit bildet, um die Hornhautoberfläche ausreichend feucht zu halten. Diese Symptomatik wird auch als Trockenheit der Augen bezeichnet und äußert sich in einem Fremdkörpergefühl und kann Schwankungen der Sehschärfe verursachen. Die Nebenwirkung der trockenen Augen kann einige Wochen bis Monate andauern. Um die Symptome zu lindern ist es ratsam, regelmäßig künstliche Augentränen zu nehmen.

Nach einer Lasik Operation kann eine vorübergehende Blendempfindlichkeit auftreten und mehrere Wochen anhalten. Diese kann sich in der Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) oder einer reduzierten Sehschärfe bei Dämmerung oder Blendung führen. Diese Nebenwirkung tritt meisten bei Kurzsichtigkeit von mehr als -5 Dioptrien und bei Weitsichtigkeit auf. In der Regel verschwindet dieses Symptomatik von alleine.

Generell liegt die Komplikationrate bei 1/1000. Da die allermeisten Komplikationen schnittbedingt sind (Einsatz des Keratoms), können diese von einem erfahrenen Operateur meist beherrscht und nachkorrigiert werden. Durch den Einsatz des Femtosekundenlaser (Femto-LASIK) wird diese Komplikationsrate nochmals deutlich reduziert.

7. Können eventelle Dauerschäden auftreten? Wenn ja, welche?

Als Folge von Reizzuständen kann möglichweise eine Trübung der Hornhaut durch Vernarbung auftreten. Diese Komplikation verschwindet in der Regel von ganz alleine. Eine Nachlaserung könnte durchgeführt werden, ist meist aber nicht erforderlich.

In äußerst seltenen Fällen können Entzündungen auftreten. Regelmäßige Kontrollen nach der Lasik-OP garantieren eine frühzeitige Erkennung von eventuellen Komplikationen, meist von Entzündungen, welche erfolgreich durch den Einsatz von antibiotischen Augentropfen beherrschbar sind. Wichtig ist das Einhalten der Termine für die Nachsorgeuntersuchungen.

8. Gibt es eventuell Spätfolgen und können diese schon zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden?

Wenn der Patient alle Voraussetzungen für eine LASIK Operation erfüllt, sind Spätfolgen nach dem heutigen Erkenntnisstand sehr unwahrscheinlich und nicht zu erwarten.

9. Bestehen Langzeiterfahrungen?

Im Jahre 1985 wurden die ersten Augenlaserbehandlungen am Menschen durchgeführt. Mit bisher über 30 Millionen Eingriffen weltweit ist die Lasik-OP der häufigste chirurgische Eingriff der westlichen Welt. Die eingesetzte Technologie wurde kontinuierlich verbessert. Heute stehen dem Laser-Chirurg ultra-moderne Augenlasergeräte zur Verfügung, die exzellente Ergebnisse hervorbringen.

10. Verschlechtert sich die Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter oder mit der Zeit wieder?

Unabhängig von der Durchführung einer Lasik Operation können altersbedingte Sehverschlechterungen durch natürliche Prozesse an der Netzhaut oder durch andere Augenerkrankungen auftreten. Zudem kann die Kurzsichtigkeit durch weiteres Längenwachstum des Augapfels fortschreiten und dadurch wieder eine geringe Korrektur erforderlich werden. Eine zweite Operation ist je nach Dicke der Hornhaut prinzipiell möglich. Grundsätzlich sind die Resultate der Laseroperation dauerhaft stabil.

11. Wie lange dauert die Behandlung?

Die Vorbereitungszeit beträgt ca. 30 Minuten, die eigentliche Behandlung dauert im Regelfall dann nur noch etwa 20 Minuten insgesamt.

12. Wie lange müssen die Kontaktlinsen vorher weggelassen werden?

4 Wochen vorher sollten harte Kontaktlinsen, 2 Wochen vorher weiche Kontaktlinsen abgesetzt werden. Die Hornhaut benötigt diese Zeit ohne Kontaktlinsen, um sich zu regenerieren und um stabile Werte aufzuweisen.

13. Worauf muss ich in den ersten Tagen nach der Operation achten? Wie verläuft der Heilungsprozess?

Nach der Operation ist es normal, dass das Auge brennt oder ein Fremdkörpergefühl auftritt. Zudem haben Sie in den ersten Stunden eine verschwommen Sicht. Normalerweise gibt sich dies nach einigen Stunden. Die Heilung nach diesem chirurgischen Eingriff ist weniger schmerzhaft als bei anderen Methoden der refraktiven Chirurgie, da der Laser das Gewebe aus dem Inneren der Hornhaut entfernt und nicht von ihrer empfindlicheren Oberfläche.

Der Patient sollte auf keinen Fall seine Augen in den ersten Woche berühren oder reiben. Augentropfen sind wie vom Arzt verordnet anzuwenden. Künstliche Augentränen werden mindestens für 1 Monat eingenommen - bei Bedarf auch länger. Symptome eines „trockenen Auges" können im Heilungsverlauf auftreten, welche in der Regel max. 1-3 Monate andauern, bei Patienten über 40 Jahre auch bis 3-6 Monate.

14. Welche Sehfehler kann die Lasik korrigieren?

Kurzsichtigkeit (Myopie): bis -10 Dioptrien
Weitsichtigkeit (Hyperopie): bis +4 Dioptrien
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): bis -6 Dioptrien

15. Was bedeutet LASIK überhaupt?

Das LASIK-Verfahren (Laser-in situ-Keratomileusis) entspricht der Kombination einer operativen Schnitttechnik (Keratomileusis) und der Anwendung des Excimer-Lasers. Mit einem Präzisionsmesser wird die Hornhaut teilweise eingeschnitten. Der so entstandene Hornhautdeckel (flap) wird dann hochgeklappt. Das darunterliegende Hornhautgewebe wird mit dem Laser behandelt und so die Fehlsichtigkeit korrigiert. Danach wird der Hornhautflap wieder zugeklappt und schützt als körpereigenes Pflaster die Wunde.

16. Wie funktioniert die Femto-LASIK?

Die Femto-LASIK unterscheidet sich von der LASIK in einem Punkt: In der Präparation des Hornhautscheibchens. Während bei der LASIK ein mechanisches Mikrokeratom (Messer) verwendet wird, kommt bei der Femto-LASIK ein berührungsfrei arbeitender, computergesteuerter Laser, der Femtosekundenlaser, zum Einsatz.

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