Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Augenblick - Das Hier und Jetzt - Einzig vernünftige Realitätsgrundlage

Autor: revhoros | Erstellt am: 30.08.2010 | Gelesen: 630
Kategorie: Astrologie & Esoterik | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Augenblick - Rainer Sauer/Deushomo

Auszug aus dem spirituellen Lesebuch "Deushomo" vom Karlsruher Autor Rainer Sauer

Hier möchte ich nochmals auf die Thematik des im Hier und Jetzt sein, des im Moment präsent sein und dessen bedeutungsvolle Auswirkung eingehen. Nämlich auf die Intensität des Erlebens, die wir erhalten, wenn wir die Kraft des besonderen, kostbaren Augenblicks für uns nutzen. Dies können wir auf eine sehr einfache und pragmatische Art und Weise tun, indem wir uns einfach immer mal wieder aus unserer gewohnten Alltags-Unbewußtheit erwecken und uns willentlich um erwachende Bewußtheit bemühen. Also indem wir dieser „Lebensqualität", die einem Bewußtseins-Winterschlaf ähnelt und uns oftmals schon als Lebens-Gewohnheit „lieb" geworden ist Einhalt gebieten, um uns eine intensivere und ganzheitlichere Erfahrung von der Realität, dem Leben und dem puren Sein zu ermöglichen. Hierfür ist es meiner Ansicht nach ganz nützlich, wenn wir in Betracht ziehen, daß aus dieser Unbewußtheit des oftmals Realitätsfremden eigentlich selbstredend nicht selten „unbewußte Schlußfolgerungen" gezogen werden, welche alles andere als unserer Bewußtwerdung förderlich sind. Also Zustände, Vorstellungen, Bilder in uns herrschen, welche dem Bewußtwerdungs-Vorgang als solches als bremsende Elemente entgegenstehen, was eben auch die Vermischung der Tatsachen betrifft, daß wir unsterbliche göttliche Wesen sind und auch gleichzeitig im Besitz eines vergänglichen, sterblichen Körpers sind. Daß also unser Teilweise-Unterbewußtsein zur letztendlichen Schlußfolgerung gelangt, daß auch unser physisches Dasein unsterblich ist.

In dieser an Sensibilität mangelnden Gewohnheit, die wir Unbewußtheit nennen, sind wir uns oftmals in der Scheinwelt, welche sie als Nebenprodukt erschafft, nicht des physischen Todes gewahr, der uns als ständiger Begleiter umgibt, und es ist uns somit auch ein gewisser Glaube an die Unsterblichkeit unserer physischen Hülle eigen. Zwar ist das wie bereits erwähnt kein bewußter Vorgang, und wir würden auch nie behaupten, würde uns denn jemand danach fragen, daß dies wirklich so ist, aber dennoch beherbergen wir solche und ähnliche irrationalen Bilder in uns. Und demnach ist bei gewissenhafter Betrachtung, wenn wir unsere Haltung dem Leben gegenüber anschauen, eine winzige Spur von diesem Glauben als Mensch, in unserem physischen Kleide unsterblich zu sein, zu erahnen und zumindest in Aussagen wie den folgenden in ihrer, wenn auch nur subtilen Anwesenheit, zu erkennen. Hier begegnen wir dann beispielsweise so unbedarften Redewendungen wie: „Das kann ich morgen noch erledigen" oder „Wenn ich mal mehr Zeit habe, kann ich das ja tun" oder auch „Wenn ich in Rente bin, dann kann ich mich ja mit diesen Dingen beschäftigen". Und ohne Zweifel sind wir uns der tieferen Bedeutung solcher Aussagen im Moment des Aussprechens nicht bewußt, aber Unbewußtheit oder Leugnung ändert, wie wir wissen, die Realität als solches nicht im geringsten. Wir spielen somit in unserer Unbewußtheit über unsere Vergänglichkeit, welche sich schließlich in jedem Moment mit unserem sofortigen Tode offenbaren kann, mit der uns scheinbar zu Verfügung stehenden ewigen Zeit, der sogenannten Ewigkeit, als ob der Tod als immer präsente Tatsache nicht relevant für uns wäre und entkräftigen so die Kostbarkeit des Augenblickes.

Wir können jedoch, auch wenn es uns schwerfällt, die Existenz jenes Glaubens anzunehmen, doch nicht leugnen, daß wir keine ständige Bewußtheit unseres zwangsläufigen Vergehens haben, und dies vor allem nicht in der ultimativen Konsequenz, daß dieses physische Vergehen uneingeschränkt in jedem Augenblick geschehen kann. Fakt ist auch, daß wir uns jederzeit daran zu erinnern vermögen, daß dieser heutige Tag, diese gerade erlebte Stunde, dieser jetzige Moment unser letzter sein könnte und wir uns dessen auch durchaus in Kontinuität bewußt sein können. Und wir somit der Vergänglichkeit bewußt erinnernd diesen Augenblick seiner Kostbarkeit entsprechend würdigen und ihn mit ausfüllender Präsenz erleben können. Die Kostbarkeit des Augenblickes also
dadurch für uns lebensnah machen, indem wir auch den Tod, unsere Vergänglichkeit als reales Element in unseren bewußten Lebensraum hereinbitten. Unsere Handlungen, unsere Entscheidungen werden dadurch mit einer unvergleichbaren, bedeutenden Wesenhaftigkeit und Ehrfurcht geprägt und führen uns sonach auch selbstverständlich direkter zu unserem persönlichen Ziel. Wir erinnern uns demzufolge wesentlich leichter an das, was uns wirklich wichtig ist und was uns am Herzen liegt. Und somit bewegen wir uns auch dementsprechend leichter und zügiger dorthin, wohin uns unser innerstes Bedürfnis ruft. Da wir mit der Realisierung unseres innersten Verlangens auch mit der nötigen Mobilisations-Energie versorgt werden und wir vielleicht ein wenig erleuchtet erkennen können, daß unsere augenblickliche Selbstverwirklichung ein Geschenk der Ewigkeit für das große Ganze ist.

Ein Neben-Produkt des Erkennens dieser Kostbarkeit des Augenblicks und dem dadurch entstehenden intensiven Sein mit uns ist auch, daß uns praktisch mühelos auffällt, mit wieviel unsinnigem ‚Zeugs', was eigentlich gar nicht unser eigenes ist, wir uns unnötig das Leben schwer machen. Daß uns also auf sehr leichte und bekömmliche Art und Weise das Unbedeutende an den Dingen bewußt wird, welche wir unnötigerweise in diesem Augenblick als Zusatzgepäck auf unseren Rücken tragen. Wir also diese unsinnige Last aus der Erleichterung bringenden Einsicht, ohne weiterhin allzu sehr daran festhalten zu müssen, ja fast schon ohne weiteren Aufwand, verabschieden und loslassen können, wenn wir durch die reale Berührung mit dem Augenblick der wahren Essenz der Dinge begegnen. Und somit möchte ich zuletzt ergänzend betonen, daß die ganze Kostbarkeit des Augenblicks sich nur unmittelbar im Angesicht der Vergänglichkeit offenbart.
 
 
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Astrologie & Esoterik:
Reif für eine Auszeit?
Wahrsager und Kartenleger im Internet
Die vier Seiten einer Botschaft
Von Steiner bis Tarot: Warum die Esoterik die Vernunft verdrängt
Kartenlegen am Telefon
Aktueller Sternhimmel im November 2011
Einfuehrung in die Geschichte der Privatejets
25 Jahre dem Leben in die Karten geschaut

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Augenblick - Das Hier und Jetzt - Einzig vernünftige Realitätsgrundlage”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.