Augen lasern
Fast die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik kann nicht optimal sehen und braucht für die Aufgaben im Alltag eine Sehhilfe, sei es eine Brille oder Kontaktlinsen. Doch Brillen bedeuten für manche Tätigkeiten eine Einschränkung, besonders wenn die Gläser eine gewisse Dicke besitzen. Kontaktlinsen werden wiederum nicht von Jedermann vertragen oder können nur zeitlich eingeschränkt verwendet werden und außerdem erfordern sie einen gewissen Aufwand hinsichtlich Pflege und Handhabung. Kein Wunder also, dass viele von einem Leben ohne Lesehilfe träumen. Genau diesen Traum soll das Augen-Lasern verwirklichen helfen. Mit Hilfe eines Lasers soll die Fehlsichtigkeit dauerhaft korrigiert werden.
Geht das? Wenn bestimmte Vorraussetzungen mitgebracht werden, kann dieser Traum durchaus verwirklicht werden. So eignet sich die Behandlung mit einem Augen-Laser vor allem für Leute mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -10 Dioptrien, bei Weitsichtigen bis zu etwa +4 Dioptrien und bei stabsichtigen Menschen, also solchen mit Astigmatismus bzw. Hornhautverkrümmung, bis zu einer Abweichung von etwa 3 bis max. 5 Dioptrien. Das hängt immer auch ein bisschen von den individuellen Gegebenheiten und dem verwendeten Lasersystem ab. Deshalb ist eine genaue Untersuchung und individuelle Beratung besonders wichtig. Die findet man in speziellen Augenlaserzentren oder auch in spezialisierten Augenkliniken, die sich wiederum mithilfe eines entsprechenden Klinikfinders leicht im Internet finden lassen.
Die Operationstechniken bezüglich des
Augen-Laserns haben sich immer wieder optimiert. Seit etwa zwanzig Jahren gibt es das PRK-Verfahren, die photorefraktive Keratektomie. Hierbei wird zunächst das Deckhäutchen der Hornhaut mittels Verdampfung entfernt und mit dem Laser die Form der Horhaut korrigiert. Das Deckhäutchen muss dann wieder nachwachsen, die Augen dazu mit einem Augenverband geschützt werden. Eine Weiterentwicklung des PRK-Verfahrens ist die Lasek-Methode. Hierbei wird das Deckhäutchen nicht entfernt, sondern mit einem Spatel lbeiseite geschoben, woraufhin die Oberfläche der Hornhaut korrigiert wird. Auch danach müssen die Augen mit einem Verband geschützt werden. Bei der Lasik-Methode wird nur eine dünne Schicht des Deckhäutchens beiseite geschoben und die Operation erfolgt am schmerzunempfindlichen Innenteil der Hornhaut. Deshalb ist dieses Verfahren schmerzfrei und die optimale Sehschärfe stellt sich auch schon am Behandlungstag ein.
Andreas Mettler