Dreharbeiten bei Beate Pracht und ihren Lamas während der Lamatherapie mit Senioren in Gelsenkirchen
Mit den Ruhr.2010 - Auftaktfeierlichkeiten hatte auch „Zeche is nich – sieben Blicke auf das Ruhrgebiet“ seine Premiere. Der ZDF-Film zeigt sieben Episoden aus dem Revier. Die unterhaltsamen Geschichten aus dem heutigen "Ruhrpott" spannen einen Bogen von einem multikulturellen Schrebergarten über einen Gangster-Rapper bis zu einem „tierischen“ Unternehmen, bei dem die Mitarbeiter fünf Lamas sind.
Die Filmpremiere von „Zeche is nich" fand stilecht auf Zeche Zollverein im Rahmen der Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt „Ruhr.2010" statt. Bei der öffentlichen Vorführung auf großer Leinwand bekamen die Filmemacher/innen, anders als im Fernsehen, direkt mit, wie der Film bei den Zuschauern ankam. Anschließend gab es eine Talkrunde, bei der die Filmemacher/innen, ihre Teams und die anwesenden Darsteller/innen, so auch Beate Pracht, auf die Bühne gebeten und vorgestellt wurden. Der Film wurde fünfmal vor voller Halle vor begeistertem Publikum gezeigt.
Sieben Nachwuchs-Filmemacher/innen haben für das Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 ungewöhnliche Ruhrgebietsgeschichten verfilmt. Die Episoden ergeben zusammen ein lustiges und spannendes Gesamtwerk. Der Film kam beim Publikum sehr gut an und die Ausstrahlung wurde von vielen Lachern begleitet.
In sieben Episoden werden unterhaltsame Ruhrgebietsgeschichten erzählt, vom multikulturellen Schrebergarten, dem Gangster-Rapper Sinan G bis zu einem „tierischen" Unternehmen, bei dem die Mitarbeiter fünf Lamas sind. Die Filmemacherin Anna Wahle sorgt mit ihrer Episode „Die Anden des Ruhrgebiets" für die ruhigen Momente des Films. Sie hat Beate Pracht und ihre Lamas drei Tage lang begleitet.
Zu Beginn des Films erinnert sich die gebürtige Gelsenkirchenerin und Lama-Expertin an die Zeit, als ihr Großvater noch im Bergbau arbeitete und täglich der Ruß von den Fensterbrettern gefegt wurde. Heute bietet sie Lama-Wanderungen auf den ehemaligen Kohle-Abraumhalden an. Die Halden sind landschaftsgärtnerisch gestaltet, begrünt und beliebte Naherholungsgebiete im Revier. Jede Halde hat ein Wahrzeichen auf dem Gipfel. Der Bottroper Tetraeder ist ein weithin bekanntes Beispiel. Die Lamas haben diese Halden zu den "Anden des Ruhrgebiets" gemacht. Das Filmteam wanderte im Laufe der Dreharbeiten mit den Lamas auf den Gipfel der Kohleabraumhalde Rungenberg und begleitete eine Lamatherapie mit Senioren und Seniorinnen vom Essener Seniorenstift St. Franziskus.
Der Film „Zeche is nich – sieben Blicke auf das Ruhrgebiet" entstand im Rahmen des kleinen Fernsehspiels (ZDF). Der Film wurde im Auftrag des ZDF von der Firma Made in Germany produziert. Das Ausstrahlungsdatum im Fernsehen ist noch nicht bekannt.
Andrea Eikelmann (Text und Foto)