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Aufsteigende vaginale Infektionen sind häufige Ursache für Frühgeburten

Autor: anne_herz | Erstellt am: 10.08.2010 | Gelesen: 1339
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Einfache Vorsorgemaßnahme für zu Hause kann das Frühgeburtsrisiko um 30 Prozent verringern.

aufsteigende vaginale Infektion
aufsteigende vaginale Infektion
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen bei Arzt oder Hebamme wird in der Regel auch der Scheiden pH-Wert überprüft um Anhaltspunkte auf Infektionen zu erhalten. Immer mehr Ärzte und Hebammen raten aber auch dazu, regelmäßig zuhause den vaginalen pH-Wert zu bestimmen.

Normaler vaginaler pH-Wert liegt unter 4,4

Eigentlich ist der Intimbereich der Frau gut gegen Infektionen geschützt. Das saure Milieu der Scheide wirkt als natürliche Schutzbarriere. Bakterielle Infektionen treten nämlich fast immer nur dann auf, wenn die Konzentration der Milchsäurebakterien in der Vaginalflüssigkeit abnimmt. Milchsäurebakterien sorgen in der Vagina einer Frau dafür, dass das Milieu einen stabil sauren Wert von unter 4,4 hat. Kann dieser Wert durch weniger Milchsäurebakterien und äußere Einflüsse nicht aufrechterhalten werden, wird die Ausbreitung von Erregern begünstigt und das Risiko einer Infektion steigt.

Schwangere besonders gefährdet für vaginale Infektionen

Besonders infektionsgefährdet sind Frauen, die eine hormonelle Umstellung durchmachen. Denn die weiblichen Hormone steuern unter anderem die Bildung von Milchsäurebakterien. So sind es vor allem Schwangere, die ganz besonders auf ein gesundes Scheidenmilieu achten sollten. Denn Vaginalinfektionen können nicht nur unangenehm, sondern auch richtig gefährlich sein.

Ein erhöhter Scheiden-pH-Wert ist in der Regel ein Hinweis darauf, dass die Vaginalflora gestört ist und ein verminderter Schutz gegen Keime gegeben ist. Daraus hervorgehende Infektionen können sich schon innerhalb 1-2 Tagen entwickeln.

gesundes Viginalmilieu mit vielen Milchsäurebakterien und niedrigem pH-WertKrankheitserreger gelangen von außen in die Scheide: der pH-Wert steigtKeine Gegenmaßnahmen getroffen: Infektion steigt in die Gebärmutter auf
Infekt 01Infekt 02Infekt 03


Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf siedeln sich mehr und mehr Krankheitserreger in der Scheide an. Der vaginale pH-Wert steigt schon, bevor Krankheitsanzeichen wie Juckreiz, Ausfluss oder Brennen wahrgenommen werden. In diesem Stadium kann noch mit einfachen und natürlichen Mitteln gegengesteuert werden, sofern eine Störung rechtzeitig erkann wird.


Vaginale Infektion manifestiert sich innerhalb weniger Tage

Die Überprüfung des vaginalen pH-Wertes ist Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren bei den meisten Gynäkologen und Hebammen. Häufig sind die Äbstände zwischen den Untersuchungen aber zu groß um vorbeugend gegen Infektionen im Intimbereich vorgehen zu können. Denn unerkannte und unbehandelte Infektionen können vorzeitige Wehen und Frühgeburten auslösen. Es ist daher angeraten alle 2-3 Tage den vaginalen pH-Wert zu überprüfen, um eventuellen Infektionen schon mit natürlichen Mitteln vorbeugen zu können. Der Gynäkologe oder die Hebamme wissen dann Rat.

Vaginale pH-Tests für den Heimgebrauch senken Frühgeburtsrisiko

Inzwischen gibt es speziell für den Heimgebrauch pH-Tests zu kaufen, um den vaginalen pH-Wert zu bestimmen. Diese sind einfach in der Anwendung und liefern ein sicheres Ergebnis. Die Durchführung dauert nur einige wenige Sekunden. In wissenschaftlichen Studien wurde mehrfach nachgewiesen, dass dies das Frühgeburtsrisiko um bis zu 30% senken kann (vgl. z.B. Hoyme UB , Grosch A, Roemer VM, Saling E (2000): Die bakterielle Vaginose als Risikofaktor ; Der Gynäkologe; 33/5: 331-335 )

Autorin: Anne Herzberger (Chefredakteurin babynatur.de - mehr als nur ein Webshop)
 
 
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