Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de blickt gespannt auf den bezirklichen Bürgerentscheid am kommend
Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de blickt gespannt auf den bezirklichen Bürgerentscheid am kommenden Sonntag.
Michael Paul vom Aktionsbündnis: "Endlich kommen diejenigen zu Wort, die als Nachbarn und Anwohner eine direkte Beziehung zu 'Ihrem' Flughafen haben".
Der Flughafen Tempelhof ist ein Ort, an dem ein wesentlicher Grundstein für unser freiheitliches Deutschland und Europa gelegt wurde. Die Menschen in Tempelhof wollen den Flughafen gerade als ein Teil ihrer persönlichen Geschichte und Identität erhalten - nicht weil sie dort regelmäßig verreisen wollen.
Die im Bürgerentscheid verlangte Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO bietet die Chance, diesen historischen Ort der Weltgeschichte dauerhaft zu bewahren und für Berlin zu einem weiteren Touristenmagnet zu machen. Dazu hat das Aktionsbündnis auch in Verbindung mit dem Senatswettbewerb zur Zukunft des Flughafens (Call for Ideas) „umfangreiche und konstruktive Vorschläge gemacht. "
Das Aktionsbündnis ist überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger am kommenden Sonntag ein klares Signal für den Erhalt "Ihres" Flughafens setzen werden.
Michael Paul, vom Aktionsbündnis und Vertrauensmann des Bürgerbegehrens: „Wir haben für den Flughafen ein Konzept, das den historischen Ort bewahrt und zugleich die Grundlage für einen neuen wirtschaftliche Zukunft legt. Die bisherigen Handlungen des Senates und des Regierenden Bürgermeisters sind allenfalls Zeichen von Unfähigkeit und Arroganz. Schon jetzt sind die denkmalpflegerischen Schäden durch dieses Handeln unübersehbar."
Volker Perplies Gründungsmitglied des Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: "Die Pläne zur Bebauung des Flughafengeländes machen weder ökonomisch noch ökologisch Sinn. Es gibt weder einen Bedarf nach dem zusätzlichen Wohn- und Gewerberaum, noch kann sich Berlin hier die nächsten Milliardenlöcher leisten. Ganz abgehen davon ist die Bebauung dieser größten innerstädtischen Freifläche auch stadtklimatisch eine Katastrophe. Es stellt sich die Frage, wessen Interesse der Senat hier eigentlich vertritt. "
Während beim Bürgerentscheid dieses mal nur Wahlberechtigte aus dem Bezirk abstimmen können, kommt jetzt auch für ganz Berlin ein neues Volksbegehren in Sichtweite.
Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de hat am 29. April 2009 als erste Stufe rund 24.500 Unterschriften bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eingereicht. Davon hat die Behörde inzwischen 20.741 gültige Unterschriften bestätigt. Im nächsten Schritt muss nun der Senat über die Zulassung des Volksbegehrens entscheiden, damit es zur zweiten Runde der Unterschriftensammlung und nachfolgenden Abstimmung kommt.
Dieses "Volksbegehren für das Weltkulturerbe Flughafen Tempelhof und mehr Transparenz in der Politik" verlangt nicht nur den denkmalgerechten Erhalt und einen Verzicht auf die Bebauung, es beinhaltet auch wesentliche Verbesserungen beim Recht auf Informationsfreiheit, Entflechtung von Politik- und Aufsichtsratsposten, Offenlegung von Nebeneinkünften und eine Haftung für Senatsmitglieder.
"Wir glauben, dass mit diesem Volksbegehren auch ein ganz großer Schritt in Sachen demokratischer Kultur gemacht wird", so Peter Martin vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de.
Über die Zulassung des Volksbegehrens will der Senat auf seiner Sitzung am 9.6. entscheiden.