Jede Berufsguppe hat ihre guten Leute und die weniger guten Leute - um sie nicht als schlecht zu bezeichnen. Kürzlich musste ich eine Facharztpraxis aufsuchen, was mir dort passierte konnte ich einfach nicht glauben. Leider hatte ich das Pech scheinbar an eine Ärztin zu geraten, der es nicht in erster Linie um mein Wohl, sondern um das Wohl ihres Geldbeutels ging.
"
Denken Sie im Ernst, dass wir Ärzte was tun, wofür wir nicht bezahlt werden?!" und "
Was denken Sie denn, wie sich so eine Praxis finanziert?!"
Diese Worte bekam ich vor einigen Tagen von einer Fachärztin für Angiologie und Phlebologie zu hören, nach dem ich die mangelnde Aufklärung von Ärzten über bestimmte Krankheiten, Folgeschäden etc. ansprach. Denn diese Aufklärungsarbeit lässt heutzutage leider sehr zu wünschen übrig. Zumal bei der Untersuchung bei ihr auch noch herauskam, dass ich kein Lymphödem habe, wie andere Ärzte jahrelang sagten, sondern ein Lipödem. Das heißt, dass ich über 3 Jahre Geld für Lymphdrainagen umsonst ausgegeben habe, denn das hat überhaupt nichts genutzt. Ich habe über 3 Monate auf diesen Termin gewartet und erhoffte mir von dieser Ärztin neue aufschlussreiche Informationen, wie ich meine "Krankheit" positiv in den Griff bekommen kann. Aber leider wurde ich enttäuscht.
Was mich aber am meisten störte, dass die Ärztin sich in keinster Weise für meine Vorgeschichte - Krebserkrankung, Behandlungen etc. interessierte, denn seit dieser OP vor 5 Jahren hat sich mein Körper ja verändert und vor allem meine Beine. Sie meinte es hätte nichts mit der Erkrankung zu tun, sondern mit der Ernährung. Komisch ist nur, dass in dem Info-Material, was sie mir mitgegeben hat, drin steht, dass die Entstehung eines Lipödem's nichts mit der Ernährung zu tun hat. Wortwörtlich steht dort folgendes drin: "Lipödeme sind keine Fettpolster, die durch Übergewicht entstanden sind. Daher sind sie auch nicht durch Abmagerungskuren zu bekämpfen...." und "Lipödeme entstehen nicht durch falsche Ernährung. Experten vermuten hormonelle Ursachen.."Komisch, denn diese Aussagen widersprechen den Äußerungen der Ärztin. Im Grunde hätte ich mir diesen Termin sparen können und hätte lieber am Sommerfest meiner Abteilung teilgenommen. Schade, dass es scheinbar nur noch wenige Ärzte gibt, die sich für den Patienten interessieren, um ihm zu helfen und nicht dafür, wie viel sie an dem Patienten verdienen können. Klar, Ärzte müssen auch Leben und wollen Geld verdienen, aber ich habe noch von keinem Arzt gehört, der am "Hungertuch" nagt. Ich persönlich habe das Vertrauen in Ärzte mal wieder verloren. Also mache ich mich selbst auf die Suche nach Antworten und nützlichen Informationen.
Was ich aber auf jeden Fall aus dieser Geschichte gelernt habe, ich erkundige mich vorher ausgiebig über sogenannte Fachärzte, um mir so etwas noch mal zu ersparen.