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Arthrose beim Pferd

Autor: Xanti | Erstellt am: 06.02.2008 | Gelesen: 9158
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates ist die Arthritis.

arthritisEin oder mehrere Gelenke entzünden sich, wobei übermäßige oder falsche Belastungen des Tieres als Ursachen häufig eine Rolle spielen. Durch die Entzündung funktioniert der venöse Abfluss aus den Knochen nur noch unvollständig. Das führt zu einem Stau der Flüssigkeit, der sich äußerlich in einer starken Schwellung zeigt. Dieser Flüssigkeitsstau verursacht eine Erhöhung des Knocheninnendrucks. Der Stoffwechsel im Knochen wird dadurch schwer behindert und gestört, was schließlich degenerative Veränderungen der Knochen und Knorpel zur Folge hat.

Da der Stoffwechsel auch nach Abklingen der akuten Entzündung oft noch lange Zeit mangelhaft ist, kommt es häufig zu Spätfolgen wie einer Arthrose. Die Arthrose ist eine chronische Gelenkentzündung, welche Knochen, Knorpel und Gelenkkapseln deformiert. Der Gelenkknorpel nutzt sich so weit ab, bis die Entzündungen die Gelenkkapseln und Knochenhaut in Mitleidenschaft ziehen.

Spat ist eine ein- oder beidseitige Erkrankung der Sprunggelenke. Die Ursachen für Spat liegen in einer chronischen Stoffwechselstörung. Auslöser kann ein chronischer Infekt sein, der zu einer chronischen Stoffwechselstörung führt oder ein Trauma. Folgen sind zunächst Knochen- und Knochenhautentzündungen, was auf Dauer Gelenkentzündungen nach sich zieht. Die Entzündungen im Inneren des Gelenkes bewirken im Endeffekt eine vollständige Gelenkversteifung.

Arthrose wie Spat verlaufen in der Regel in Schüben. Beide Erkrankungen sind unheilbar, jedoch können umsichtige Haltung und Pflege bei günstigem Krankheitsverlauf dem Pferd noch einige schöne Jahre bescheren. Wichtig ist für die Patienten extrem viel Weidegang, solche Pferde müssen sich – egal bei welcher Witterung – frei bewegen können. Sicher können Spat- oder Arthrose- Pferde keine Sportpferde mehr sein, aber als ruhiger, zuverlässiger Freizeitpartner machen sie oft noch eine gute Figur. Extrem lange Schrittphasen zum Beginn der Arbeit begünstigen die Bildung von Gelenkschmiere, man sagt die Pferde „laufen sich ein". Ruhige, lange Ausritte und vorsichtige, den Möglichkeiten des Pferdes angepasste, leichte Gymnastik können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Weniger heißt hier mehr, die Patienten dürfen nicht bis zur Belastungsgrenze gearbeitet werden, sondern immer ein gutes Stück darunter. Günstig wirken sich nach neuen Erkenntnissen auch Futterzusätze auf der Basis von Gelatinhydrolysat aus, welche die Bildung von Gelenkschmiere fördern.

Oft in einem Atemzug mit Spat und Arthrose wird das so genannte Hufrollen-Syndrom genannt. Der Vollständigkeit halber sei hier daher auch kurz diese Erkrankung angerissen – obwohl sie sich von oben genannten grundlegend unterscheidet. Die Hufrollenentzündung ist eine äußerst schmerzhafte Schleimbeutelentzündung im Bereich von Huf-, Kron- und Strahlbein. Unbehandelt folgen Veränderungen an Knochen, Knorpel und schließlich eine Strahlbein- Nekrose, bei der die Blutversorgung des Strahlbeins gestört ist. Dies zerstört Knochen, Knorpel und das Strahlbein selbst. Auch krankhafte Veränderungen an Bändern und Sehnen können ein Hufrollen-Syndrom hervorrufen. Auf Grund der ungleichmäßigen anatomischen Gewichtsverteilung tritt ein Hufrollen-Syndrom vermehrt an der Vorderhand auf.

Katrin Sabisch
 
 
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