Arbeisunfähigkeit kann alle Berufsgruppen treffen
Im jungen Alter machen sich die wenigsten Sorgen um Ihre Arbeitskraft. Viele Menschen gehen davon aus, dass wir in einem Sozialstaat leben, der auch diese Form der Benachteiligung ausgleichen wird. Doch hier steckt der Teufel im Detail. Die staatlichen Leistungen wurde in den letzten Jahren immer stärker gekürzt und reichen dadurch nicht mehr aus.
Rund 25% der arbeitenden Deutschen werden im Laufe Ihres Berufslebens arbeitsunfähig. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch höher.
Tritt der Fall der Arbeitsunfähigkeit ein, so können die wenigsten mit einer staatlichen Unterstützung rechnen. Im Idealfall kann der Betroffene max. 30% seines Bruttoeinkommen erhalten, was jedoch im Normalfall nicht zum Leben reicht.
Arbeitsunfähigkeitsversicherung oder auch Berufsunfähigkeitsversicherung
Im Volksmund ist oft die Rede von einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung, die es so gar nicht gibt. Gemeint sind zumeist Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Erwerbsminderungsrente. Vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, da die Bevölkerung sensibler dem Thema Arbeitsunfähig gegenüber geworden ist.
Worauf ist zu achten?
Sollten Sie Interesse an einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben, gibt es ein paar Punkte, die Sie unbedingt vor Abschluss einer entsprechenden Police beachten sollten
Es gibt Versicherungsanbieter, die bestimmte Erkrankungen explizit ausschließen. Hier sollten Sie mit einem Fachmann auch das Kleingedruckte lesen, damit Sie im Fall der Fälle auch wirklich versichert sind.
Mit dem Abschluss einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung legen Sie auch ein Ablaufdatum der Police fest. Da die meisten Menschen erst nach dem 55. Lebensjahr arbeitsunfähig werden, sollten Sie das Alter des Ablaufs entsprechend höher ansetzen. Tipp: Mindest bis zum 60. Lebensjahr.
Die Beiträge, die Sie monatlich für Ihre Versicherung zahlen, errechnen sich zum einen Teil aus der von Ihnen gewünschten Rente, die Sie im Falle einer Berufsunfähigkeit erhalten würden. Je höher die gewünschte Rente, desto höher die Monatsbeiträge. Tipp: Ihre Rente sollte ca. 75% des Nettogehalts betragen.
Achten Sie vor Abschluss unbedingt darauf, dass keine „abstrakte Verweisung" im Vertrag aufgeführt ist. Diese besagt, dass Sie im Falle einer Arbeitsunfähigkeit im schlimmsten Falle einen anderen Beruf ausüben müssen und trotz Arbeitsunfähigkeitsversicherung keine Rente erhalten.
Was kostet mich die Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Kosten sind vor allem abhängig von drei Faktoren:
- Gewünschte Rentenhöhe
- Alter
- Art der Beschäftigung
Dabei ist es günstiger, je früher Sie eine mögliche Arbeitsunfähigkeit absichern. Auch die Art der Beschäftigung spielt eine große Rolle. Handelt es sich bei der Beschäftigung um eine körperlich harte oder psychisch belastende Arbeit, so sind die Beiträge entsprechend höher. Wie bereits erwähnt ist auch die gewünschte Berufsunfähigkeitsrente ein Kostenfaktor.
Ob Sie eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung nun benötigen oder nicht, müssen Sie selbst entscheiden. Sich im Fall einer Berfsunfähigkeit auf staatliche Hilfe zu verlassen, wäre jedoch sehr naiv.