SIM-Karte simyo
Das iPad wird in den USA seit 3. April offiziell angeboten und laut Medienberichten wurden zum Verkaufsstart am 1. Tag bereits über 300.000 Geräte abgesetzt. In Deutschland steht die Markteinführung noch aus und wird für Ende April erwartet.
Insider beobachten derzeit interessiert, wie sich die Mobilfunk-Anbieter für den Verkaufstart positionieren. Denn folgende Rahmenbedingungen ergeben sich für die Nutzung des iPad:
- Das iPad verfügt in einer Version gegen Aufpreis über UMTS/HSDPA und GSM/EDGE als mobile Netzwerktechniken. Die Geräte können somit für das mobile Internet genutzt werden, sie lassen sich dabei aber nur mit sogenannten „Micro-SIM-Karten" betreiben, die kleiner sind als die bekannten SIM-Karten aus herkömmlichen Mobiltelefonen.
- Des Weiteren wird es für das neue Multimedia-Gerät der Firma Apple keinen Exklusiv-Vertrag für Mobilfunkverträge wie beim iPhone geben und die Geräte werden generell ohne SIM-Lock ausgeliefert.
Damit könnten grundsätzlich alle Mobilfunk-Anbieter entsprechende SIM-Karten anbieten. Bisher ist jedoch unklar, welche Mobilfunk-Anbieter in Deutschland die Micro-SIM-Karte zum Verkaufstart des iPad anbieten werden. Lediglich der Mobilfunk-Discounter simyo offeriert seit dem 30.03.2010 ein entsprechendes Angebot der
Micro-SIM-Karte für das Apple iPad. In Österreich steht der Anbieter BOB Mobile bereit und wird demnächst in dessen Online-Shop die benötige Karte anbieten.
Micro-SIM-Karten sollen zum neuen Standard im Mobilfunk werden und Apple möchte bei der Einführung dieses neuen Standards eine Vorreiterrolle einnehmen. Bestätigt wird diese These durch Gerüchte, dass im neue iPhone 4G (wird für Herbst 2010 erwartet) auch eine Micro SIM Karte integriert sein wird.
Kurz nach dem Verkaufstart melden sich bereits die ersten iPad-Kritiker zu Wort. Das Gerät habe Probleme mit einer stabilen WLAN-Verbindung sowie seien Berichte über Überhitzungsprobleme bei der Verwendung des Gerätes im Freien unter Sonneneinwirkung bekannt geworden. Des Weiteren führen die Kritiker an, dass das iPad nicht „Multitasking-fähig" ist und keinen USB-Anschluss haben wird.
Für Apple scheint sich aber nach dem großen Hype um das iPhone die Erfolgsserie weiter fortzusetzen. Denn neben dem Abverkauf der Geräte selbst, spielt die Monetarisierung der gesamten Wertschöpfungskette eine große Rolle. Apple hat den iBook-Store für das iPad bereits mit über 30.000 kostenlosen Büchern bestückt. Die stolzen Besitzer der iPads sollen laut Medienberichten am 1. Wochenende bereits über 250.000 Bücher und über 1 Million spezielle iPad-Programme, sog. Apps, herunter geladen haben.