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Aphthen - Ursachen und weitere Informationen über die Volkskrankheit

Autor: aphthi | Erstellt am: 06.07.2010 | Gelesen: 7144
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateArateA
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(Online-Artikel.de) - Jeder zehnte Deutsche leidet darunter, doch es gibt immer noch kein wirksames Mittel. Die Rede ist von Aphthen.

Aphthen sind bläschenförmige Aufstülpungen der Mund- und Rachenschleimhaut
Aphthen sind bläschenförmige Aufstülpungen der Mund- und Rachenschleimhaut
Aphthen sind unangenehme, meist schmerzhafte, bläschenförmige Aufstülpungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Sie sind meist rundlich bis oval und bestehen aus einem weißlichen, mit Fibrinfasern überzogenen Kern und einer äußeren, rötlich entzündeten Region. Aphthen siedeln in unterschiedlichen Bereichen der Mundschleimhaut, häufig in Regionen, die etwa durch das Tragen einer Zahnspange oder durch ständige Reibung bei regelmäßigen Bewegungen stark beansprucht werden. Auch die Größe der lästigen Bläschen kann variieren. Ohnehin differenziert man Aphthen in den „Minor Typ" und den „Major Typ". Beim Minor Typ erscheinen nur vereinzelte, kleine Aphthen, beim Major Typ treten diese vergrößert und häufig in Gruppen auf. Beim Heilungsprozess bilden sich außerdem Narben.

Die Ursachen für die Entstehung der schmerzhaften Knötchen konnten bis jetzt nicht schlüssig geklärt werden. Sicher ist nur, dass es keine bakteriellen oder viruellen Prozesse sind, die für die Entwicklung von Aphthen verantwortlich gemacht werden können. Diese müssen daher streng von ähnlichen Erscheinungen, wie bakteriellen Abszessen oder Herpeserkrankungen im Mundinnenraum, unterschieden werden. In der Konsequenz können Aphthen auch nur unzureichend mit Antibiotika behandelt werden. Durch verschiedene medizinische Studien konnten bisher auch keine anderweitigen Ursachen, nur einige mögliche Auslöser der Krankheit ausfindig gemacht werden. Zum einen scheinen bestimmte Lebensmittel, wie etwa Zitrusfrüchte und Nüsse die Empfindlichkeit der Mundschleimhaut so zu erhöhen, dass Aphthen ein leichteres Spiel haben. Einige Medikamente können ähnliche Wirkungen zu haben. Psychischer, sowie hormoneller Stress scheint ebenfalls förderlich für die Entstehung der lästigen Minigeschwüre zu sein, ebenso wie ein dauerhafter Mangel an wichtigen Vitaminen. Abgesehen von diesen äußeren Faktoren lassen sich auch gewisse genetische Zusammenhänge erkennen, sowie ein gemeinsames Auftreten von Aphthen und bestimmten Krankheiten, wie etwa Morbus Crohn. Auch bei grippalen Infekten ist die Gefahr erhöht.

Der Heilungsprozess, der meist zwischen 10 und 14 Tage andauert, kann durch sorgfältige und regelmäßige Mundhygiene gefördert werden. Spezielle Salben können zur Desinfektion aufgetragen werden. Zwar wird hierdurch nicht der Grund für die Aphthen selbst bekämpft, es kann aber verhindert werden, dass sich in dem ohnehin geschwächten Hautbereich zusätzliche Infektionen ansiedeln. Da Aphthen trotz ihrer geringen Größe oft starke Schmerzen hervorrufen können, sollte auch ein Schmerzpräparat nicht fehlen. Hierbei kann entweder die Schulmedizin bemüht werden. Häufig setzt diese zum Beispiel Cortison ein, dessen Wirksamkeit allerdings nicht ausdrücklich nachgewiesen ist. Es können außerdem auch homöopathische Mittel zum Einsatz kommen. Mundspülungen und Tinkturen aus Teebaumöl oder Rhabarberwurzel, oder auch Extrakte aus Kamille, Salbei oder Arnika haben lindernde Wirkung. Effizienter ist dabei ein lokaler Auftrag, häufig ist bereits ein kühlender Eiswürfel an der entsprechenden Stelle hilfreich und schmerzstillend. Der ebenfalls empfohlene Einsatz von Zitronen- oder Zwiebelsaft sollte kritisch betrachtet werden, da ja gerade Zitronensäure als Ursachenfaktor für die Entstehung von Aphthen nicht ausgeschlossen werden kann.

Menschen, bei denen häufig Aphthen vorkommen, sollten diesen im günstigsten Fall bereits prophylaktisch entgegentreten. Mundhygiene ist, wie bereits erwähnt, eine wichtige Voraussetzung. Auch die Vermeidung bzw. der sparsame Gebrauch von möglichen Auslösern, wie Zitrusfrüchten und Nüssen ist angebracht. Vitaminmangelerscheinungen sollte zudem vorgebeugt und das Immunsystem gestärkt werden.

Bettina Breit
 
 
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