Anzeige gegen kath. Kirche
Nachfolgend der Original Wortlaut der am 20. 06. 2011 eingebrachten Strafanzeige:H2OKR
Verein zur Harmonisierung orientaler und okzitentaler Kulturen und Religionen ZVR:665714713
Schwenkgasse 8
1120 Wien
0699 10 929 068
h2okr.zzl.org
An die Staatsanwaltschaft Wien
Wien 20.06.2011
re: Verdacht auf Kurpfuscherei nach §184StGBLaut Pressemeldung (HEUTE 16.05.11) beschäftigt die Erzdiözese Wien Herrn Larry Hogan der mit Billigung und Wissen der Erzdiözese im Jahr etwa 50 sogenannte Teufelsaustreibungen (Exorzismen) durchführt und somit gegen das Verbot der Kurpfuscherei verstösst.
Auch in den Linz und St. Pölten werden Exorzisten beschäftigt. (STANDARD 31.03.11)
Da es keine Teufel, Dämone, Geister und ähnliche Märchengestalten gibt, wird eventuell auch der Tatbestand des Betruges erfüllt.
Fallweise sind bereits Schäden an Geist und Körper bekannt geworden und auch Todesfälle kamen vor, ohne dass die Behörden eingeschritten wären, da diese „Teufelsaustreibungen" unter dem Begriff der Religionsfreiheit praktiziert wurde.
Religionsfreiheit darf nicht so weit gehen, dass Handlungen, basierend auf absolut unbeweisbare und frei erfundenen Begriffe oder Märchenwesen, zu finanziellen und/oder körperlichen Schäden führen können.
Mit Gebetsformeln einen nach göttlichen Gesetzen rechtskräftig hingerichteten Verbrecher, dem man Jahrhunderte später posthum unterstellt hatte, der Sohn eines hebräischen Stammesgottes zu sein, der wiederum der gedachte Exklusivgott der Israeliten ist und nach eigenen (fiktiven)Angaben und Taten alle Nichtisraeliten hasst, zu beschwören und somit scheinbar zu veranlassen – um nicht zu sagen zu zwingen - fiktive Teufel, Dämonen, Geister aus einem menschlichen Körper zu vertreiben, ist einer aufgeklärten Menschheit des 21. Jahrhunderts nicht mehr zuzumuten. Zumal es für derartige psychische Leiden bestens ausgebildete und kompetente Ärzte gibt und es sich hierbei um ein strafbares vielfach begangenes Delikt der Kurpfuscherei handelt.
Wir stellen daher den ANTRAG, Ermittlungen wegen Verdachts der Kurpfuscherei und event. auch wegen Betrug und Körperverletzung einzuleiten.
Begründung:
Um 621 v. Chr. sollen unter König Josia, die Schriften des Moses, das absolut wichtigste Zeugnis des israelitischen Glaubens, das trotz seiner enormen Wichtigkeit, angeblich für Jahrhunderte „verlegt" worden war, beim Umbau des Tempels „gefunden" worden sein. So enorm gross war dieser Tempel nicht, dass man darin das Allerheiligste, welches das Verhältnis eines semitischen Volkes zu seinem ganz privaten hebräischen Gott beschreibt, oder gar von einer Erlösung von über 1 Million Semiten aus ägyptischer Gefangenschaft durch den legendären Erlöser Mose berichtet, verlieren und für Jahrhunderte vergessen kann. Nach bibl. Angaben war dieser Tempel lediglich ca. 30m x 10m gross.
Es gibt eindeutige Beweise, dass die Schriften tatsächlich erst nach der babyl. Gefangenschaft verfasst worden waren und die Legenden von der Auffindung durch König Josua ebenso literarisch eingefügt worden waren, wie der Exodus unter Mose oder der von den Shumerern übernommene Bericht der Sintflut und Noah, oder Abrahm, Lot, Jakob und seine 12 Söhne, aus denen die 12 Stämme Israels hervorgegangen sein sollen etc.
Tatsache ist, dass diese Schriften in Wahrheit nicht gefunden, sondern erst zu jenem späten Zeitpunkt verfasst wurden, um den schon seit geraumer Zeit angedachten Eingottglauben durch Vorweisen scheinbar „authentischer" Schriften durchzusetzen, um dem Volk so eine einheitliche Historie bis zurück zur gedachten Erschaffung der Welt, sowie der fiktiven ersten Semiten (Adam und Eva) und eine einheitliche Religion mit nur einem einzigen Gott zu geben, um sich von den umliegenden Völkern auch kultisch abzugrenzen.
Um das Volk nicht mit einer gravierenden Neuerung zu konfrontieren, war es weitaus zielführender, dieses „göttliche" Werk zu „finden" und einem legendären Mose als grossen Erlöser und somit kompetenten Gesetzesgeber posthum zuzuschreiben.
Mose hatte die Gesetze, so wurde behauptet, direkt von Gott erhalten und somit ist jeder Einwand bereits im Vorfeld ausgeschlossen.
Den Beweis für die Tatsache, dass diese „uralten" Heiligen Schriften erst in jenen späten Jahrhunderten verfasst wurden, findet sich in Erwähnungen von Ereignissen, die so niemals stattgefunden hatten, etwa der Exodus mit angeblich mehr als 1 Million Menschen samt Vieh und unbeweisbaren 40 Jahren Nomadenleben in beinahe wasserloser Wüste. Trotz dieser enormen Menschenmenge und nicht unerheblichen Viehherden gibt es an der angeblichen Reiseroute und in den überfallenen Oasen keinerlei Funde von entsprechenden Gräbern, keine Anhäufung von Tierknochen, keine Siedlungsfunde oder auch nur Funde von einfachen Haushaltsgeräten oder Werkzeugen. Eine absolute Unmöglichkeit, sollte diese Wanderung von einer namhaften Anzahl von Flüchtlingen tatsächlich stattgefunden haben.
Auch konnte die vorgeblich kriegerische Landnahme durch Archäologen als Legende entlarvt werden. Ebenso die Behauptung, Israel hätte stets nur einen Gott gehabt. Bis ins sechste vorchristliche Jahrhundert konnten Archäologen die Verehrung ähnlich vieler Gottheiten und kultische Praktiken nachweisen, wie im sogenannten "heidnischen" Umfeld.
Es ist inzwischen wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass dieser Gott erst relativ spät kreiert wurde.
Vor diesem Hintergrund muss man die Person eines von damals zu Tausenden Gekreuzigten sehen, dem von Aussenstehenden Jahrhunderte später unterstellt wurde, der Sohn eben dieses Gottes zu sein, während jenes Volk, dem er entstammt, in ihm stets nur einen nach geltenden (Gottes) Gesetzen hingerichteten Verbrecher sah. Ja selbst seine engsten Bekannten und Verwandten wussten nur, dass er ein unehelich gezeugtes Kind der Schande war (Mamser).
Die Katholische Kirche leitet ihre Befugnis zum Exorzismus aus Textstellen der Evangelien ab: "Heilt Kranke, erweckt Tote, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus ... (Mt 10, 8)
Wenn nichtklerikale Personen Exorzismus betreiben und sich berufen auf Mk 9, 38
„Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns." dann behauptet die Kirche, diese Jesusworte (Gottesworte!) würden nicht gelten, denn nur ein Bischof(!) und nicht Jesus/Gott könne Exorzisten ernennen. Weshalb können diese vom Bischof ernannten Personen jedoch nur unbeweisbare Dämonen der Finsternis austreiben und nicht ihre von Jesus angeblich versprochene Fähigkeit, Tote zu erwecken, unter Beweis stellen?
Die Evangelien wurden nachweislich viele Jahrzehnte nach des Jesus Tod von Menschen verfasst, die z. T. Jesus persönlich gar nicht gekannt hatten und so ist auch die Glaubwürdigkeit solcher Jesus-Worte einzuschätzen, wenn er angeblich gesagt haben soll: Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe. (Mt 10, 7)
Was eine eindeutige Unwahrheit darstellte!
Die katholische Kirche hat tatsächlich nicht mehr Kompetenzen für Exorzismen als jeder „normale" Christ auch. Die Festlegung von sogenannten Sakramentalien nach eigenem Gutdünken ändert daran absolut nichts und haben im Aussenverhältnis ähnliche Wirkung, wie etwa Statuten eines Sparvereins.
Gerhard Riemer