Elena Balatskaya
Allerdings ändert der Lauf der Zeit stets die Bedingungen, auf welche Weise ein Platz in der Gesellschaft zu behalten ist. Die Welt der Kunst jedoch könnte dabei sein eben diesen Platz zu verlieren. Ist es also möglich, die schönen und anspruchsvollen Aspekte des Vergangenen und die neuen Errungenschaften unserer modernen Gegenwart zu einer harmonische Einheit zu verbinden? Dies wollen wir mit Elena Balatskaya diskutieren, ihres Zeichens Leiterin des internationalen Projekts AuctionLot, die Website, die in der Lage sein soll, Altes mit Neuem in Einklang zu bringen. Bereits am 25. Mai können russische Anwender der Eröffnung des Portals beiwohnen.
- Elena, es wird angenommen, dass hohe Kunst und Technologie nicht miteinander kompatibel sind. War es denn tatsächlich möglich sie zu kombinieren?
- Absolut! Führen wir uns einige Tatsachen einmal vor Augen: die gesamte Welt kommuniziert und interagiert zu einem beachtlichen online. Ganz im Gegensatz zum Antiquitäten-Markt, welches ihren Weg ins 21. Jahrhunderts noch nicht so recht gefunden hat. So haben viele namhafte Auktionshäuser nicht einmal ihre eigenen Website, zumal ein Teil ihrer Kunden, Privatpersonen mit einem hohen Vermögen, bereits mit moderner Technik arbeiten. Warum also sollte man ihnen nicht entgegenkommen? Der gesamte Bereich der Kunst ist einfach dazu verpflichtet, jeglichen neuen Anforderungen Genüge zu tun, mit der es konfrontiert wird, sonst wird es auf ewig auf der gleichen Stelle stehen bleiben. Unser Portal hilft dabei all das zu bewerkstelligen, quasi den ersten Schritt in Richtung Zukunft zu riskieren. Mit der Plattform AuctionLot kann jede Organisation, die mit der Welt der Kunst verbunden ist, ein positives Bild von sich selbst vermitteln, um potenzielle Kunden und Partner ausfindig zu machen, wo hingegen Sammler im Gegenzug auf einfachste und schnellste Weise, die Objekte findet, die sie tatsächlich suchen.
- Dies ist Ihre Sicht der Dinge. Wie reagierten Experten auf die Entstehung dieses Projekts und wie würden Sie diese von Ihrer Sache überzeugen?
- Unsere Initiative wurde von eben solchen Experten unterstützt. Wir haben ein großes Verständnis für einander. Für jedes Unternehmen, ist vor allem die Kommunikation ein Faktor von besonderer Relevanz. Und wie wichtig es ist, dass Menschen, die Tausende von Kilometern getrennt sind, ohne sprachliche Barrieren zusammen arbeiten, steht außer Frage. Wie sollen sie vorher überhaupt zueinander finden? Das Internet bleibt für diese Prozeduren einfach unersetzlich.
Ich erzähle Ihnen sogar noch mehr: Unser Team erschuf mit AuctionLot etwas, was von der Notwendigkeit für die Kunst her kaum zu überbieten ist. Menschen, die an Kunst interessiert sind müssen sich tagtäglich vielen Herausforderungen stellen, vor allem aber mit der Uneinigkeit der Welt der Kunst, was sich durch das Fehlen eines einheitlichen Rahmens erklärt. Um an das gewünschte Objekt zu gelangen, hatte der Sammler viele beschwerliche Reisen über sich ergehen lassen müssen. Unternehmen mussten oft auf gedruckte Werbung zurückgreifen, die in der Produktion unter Umständen äußerst aufwendig und teuer sein konnten. Und wie kann ein solcher Flyer, zum Beispiel, der eines italienischen Auktionshaus, einen Kunden erreichen, der in Russland lebt? Daraus ergibt sich natürlich auch das Problem der Fremdsprache. Mit all diesen Schwierigkeiten hatte auch der erfahrene deutscher Sammler Valentin Haemmerlig zu kämpfen, der aus diesem Grund heute als führender Kopf hinter diesem Projekt steht.
- Elena, welche Menschen haben den meisten Nutzen am Projekt AuctionLot?
- Ganz einfach alle, die Interesse für den internationalen Kunstmarkt bekunden. Auch wenn der Nutzen für einige nur darin besteht in den Kunstmarkt hinein zu schnuppern, so kann doch jeder, der sich weitaus professioneller mit der Materie beschäftigt, seine Wünsche, die im Laufe der Zeit, während der Arbeit mit Kunst und Antiquitäten entstehen, mit unserer Hilfe realisieren. Unterstützung erhalten Sie von ausgewählten und vor allen Dingen kompetenten Experten.. Diese helfen uns maßgeblich dabei einige Probleme, der Kunden individuell zu lösen. So versuchen wir zu gewährleisten, dass eine moderne Lösung für jeden der Kunden gefunden wird.
- Gibt es bereits russische Benutzer in diesem internationalen Projekt?
- Wir legen größten Wert auf den russischen Kunstmarkt. Russland, welches grenzenloses Potenzial besitzt, hat große Probleme damit, dass sich der Antiquitätenmarkt noch praktisch in den Kinderschuhen befindet. Unser Portal geleitet russische Sammler und Auktionshäuser zu einer besseren Integration auf internationaler Ebene. Ein besonderer Vorteil in dem Projekt besteht darin, dass die Informationen, die bisher nur für ausländische Medien-Websites zugänglich waren, nun auch in die Russische Sprache übersetzt werden. Russische Spezialisten werden so in der Lage sein, direkt mit ausländischen Auktionshäuser an weiteren gewinnbringenden Unternehmungen zu arbeiten. Ich kann Ihnen versichern, dass das Auktionsportal
nicht nur einen enorm bedeutenden Meilenstein in der Auktionswelt Russlands setzt, sondern darüber hinaus eine Bereicherung für den gesamten Internationalen Kunst- und Kulturmarkt darstellen wird.
- Haben Sie vielen Dank dieses Interview!