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Ansatzpunkte für die Sucht- und Gewaltprävention

Autor: ulrikebeckmann | Erstellt am: 10.05.2011 | Gelesen: 506
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Erst vorglühen - dann zuschlagen?

Hamburg/Hannover, 10. 05. 2011. Nicht nur die jüngsten Vorfälle in Berlin, auch aktuelle Untersuchungen belegen die enge Verbindung zwischen alkoholbedingter Enthemmung und schweren Körperverletzungen. Danach werden drei von zehn schweren Gewaltdelikten unter Alkoholeinfluss verübt. In ihrer aktuellen Fachtagung geht die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen den Zusammenhängen zwischen Alkoholkonsum und Gewalt unter Jugendlichen auf den Grund. Im Zentrum stehen hierbei neue Erkenntnisse und Präventionsstrategien.

„Gewaltbereitschaft und Alkoholkonsum haben oft die gleichen Hintergründe. Häufig sind ungelöste Entwicklungaufgaben im Jugendalter ein Auslöser", so Andrea Buskotte, Referentin für Gewaltprävention bei der LJS. „Mit der Fachtagung möchten wir beleuchten, wie vor diesem Hintergrund Sucht- und Gewalt-Prävention verbunden werden können."

Zu Beginn der Tagung wird Prof. Wolfgang Heckmann von der Hochschule Magdeburg-Stendal neue Forschungsbefunde zur Verbindung von Alkohol und Jugendgewalt vorstellen. Prof. Dr. Klaus Wahl, München referiert im Anschluss über Ursachen und Risikofaktoren von aggressivem Verhalten und Alkoholmissbrauch. Darüber hinaus stellt Dr. Michael Berner von der Uniklinik Freiburg die Auswirkungen von Alkoholkonsum aus medizinisch-psychiatrischer Sicht vor.

In der zweiten Tageshälfte setzen sich die Tagungsteilnehmer in Workshops mit Präventionsmöglichkeiten auseinander. Dazu gehört die geschlechtsspezifische Ansprache von Jugendlichen.  „Mädchen nutzen häufig Alkohol, um ihre Vorstellungen von Weiblichkeit zu demonstrieren und die hiermit verbundenen Anforderungen zu bewältigen, während Jungen sich regelrecht „Mut antrinken", um Unsicherheiten zu begegnen", so Traudel Schlieckau, Referentin für Sucht bei der LJS. Weitere Workshops fokussieren die gezielte Sucht- und Gewaltprävention in Kommunen und Schulen. Am Beispiel einer „Sicherheitspartnerschaft" zwischen Stadt und Polizeidirektion Hannover sollen die Chancen und Grenzen einer Alkoholprävention im öffentlichen Raum erörtert werden. 

Über eine Berichterstattung zur Tagung würden wir uns freuen. Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Gern laden wir Sie zu unserer Veranstaltung ein und stehen für Rückfragen und Interviewwünsche zur Verfügung.

Fachtagung der LJS „Alkohol und Gewalt" am 25. Mai 2011 in der Akademie des Sports, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover, Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.30 Uhr.

Kontakt: Andrea Buskotte, Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, Leisewitzstraße 26, 30175 Hannover, Tel. 0511 - 85 87 88, andrea.buskotte@jugendschutz-niedersachsen.de
 
 
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